Montag, 27. März 2017

Rezension: Die Schatten von Edinburgh (Historischer Krimi)



 Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten
 ISBN: 978-3-442-48505-5 
 Erschienen: 20.02.2017 
 Verlag: Goldmann


Im Jahr 1888 wird der Inspector Ian Frey von London nach Edinburgh in Schottland versetzt. Ablehnen kann er die Versetzung nicht denn sein neuer Vorgesetzter will ihn loswerden. Also reist er nach Schottland mit einem Sack voll Vorurteilen. Sein neuer Chef Inspector McGray scheint alle seine Vorurteile zu bestätigen. Er ist in den Augen von Ian Frey ein ungehobelter Schotte. Aber die beiden Männer müssen zusammenarbeiten um einen mysteriösen Mordfall zu klären. Es wird vermutet, dass Jack the Ripper in Schottland sein Unwesen treibt.

Das Cover hat mich etwas in die Irre geführt. Es erinnert an Herlocke Homes und Dr. Watson. Die Geige (Dr. Watson) hat mit dem Mordfall in Schottland zu tun aber die Silhouette mit Pfeife und Lupe entspricht so gar nicht dem versnobten Engländer Ian Frey.
Ian Frey: ein englischer Snob dem Kleidung, die Gesellschaft und die eigene Karriere wichtig sind. Als seine Karriere eine steile Kurve nach unten macht löst seine Verlobte das Eheversprechen und er muss gedemütigt nach Schottland reisen. Dort angekommen erwartet ihn ein ungehobelter McGray, der keinen Wert auf sein Äußeres und gepflegte Mahlzeiten legt.
Mir ist Frey erst im Laufe der Geschichte sympathisch geworden. Er ist zwar ein Snob aber hat das Herz am rechten Fleck. Die Geschichte ist in Ich-Form aus Sicht von Inspector Frey geschrieben.
Der Gegenpart von Inspector Frey ist Inspector McGray. Er achtet weder auf sein Äußeres noch interessiert ihn die höhere Gesellschaft. Allerdings hat auch er mit Vorurteilen gegen Engländer und Londoner im besonderen zu kämpfen. Wie Hund und Katze kabbeln sich die beiden Inspectors, so gar nicht wie Holmes und Watson.
Der Mordfall entwickelt sich zu einer Serie und die Ermittler begeben sich mehrmals in Lebensgefahr. Dabei lernen sie sich besser kennen, kommen sich aber nur sehr langsam näher. Am Ende der Geschichte ist die Mordserie aufgeklärt aber Frey und McGray sind noch keine Freunde geworden.
Dieses Buch ist das erste einer Reihe und das verspricht noch so manche unterhaltsame „Kabbelei“ zwischen den beiden Inspectors.
Nach und nach erfährt man mehr aus der Lebensgeschichte der beiden Männer und das rundet diesen spannenden Krimi zu einem sehr lesenswerten Buch ab.

Ein spannender Auftakt zu einer Reihe – ich freue mich auf den zweiten Teil.




Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde









Dienstag, 7. März 2017

Mein Leseeindruck: Das Erbe von Carreg Cottage




 Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten
 ISBN: 978-3-442-48476-8 
 Erschienen: 13.02.2017 
 Verlag: Goldmann


Inhalt:
Lilian, kurz Lili, Gray erbt ein Pilger-Cottage in Wales und da sie ihr Cafe in Schottland schließen musste nimmt sie die Herausforderung an. Das alte Cottage zieht Lili in ihren Bann und sich spürt, dass da noch mehr ist.

Mein Leseeindruck:
Das Buch hat zwei Handlungsstränge. In der Gegenwart ist Lili die Hauptprotagonistin und in der Vergangenheit im Jahre 641 ist es die Druidentochter Meara.
Beide Lebensgeschichten haben mich in ihren Bann gezogen. Lili, die sehr sympathisch ist aber Schwierigkeiten mit zwischenmenschlichen Beziehungen hat, ist mir gleich ans Herz gewachsen. Sie bricht in Schottland alles ab und fährt mit ihrem Hund Fizz nach Wales wo sie ein altes Cottage geerbt hat. Damit scheinen nicht alle Bewohner einverstanden zu sein und Lili bekommt dies zu spüren. Aber sie findet auch schnell Freunde die ihr helfen.
Meara, die ihre ganze Familie verloren hat, lebte 641 in dem Cottage und hat dort ihre Liebe gefunden. Auch sie war mir gleich sympathisch.
Beide Frauen haben Widersacher und müssen leiden und beide finden ihren Weg.
Die Hauptpersonen der Gegenwart und der Vergangenheit sind vorne im Buch vermerkt. Mir hat es geholfen, gerade bei den Personen in der Vergangenheit.
Das Cover passt gut zur Geschichte.
Die Autorin, Constanze Wilken, merkt man die Liebe zu Wales an. Ein persönliches Nachwort klärt den Leser über reale Handlungplätze auf.

Fazit:
Ein Roman der Vergangenheit und Gegenwart zu einer lesenswerten Geschichte vereint.




Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde