Donnerstag, 21. Januar 2016

Die Kaufmannstochter von Lübeck (Conny Walden)

 
 
Die Kaufmannstochter von Lübeck
von 
Conny Walden
ISBN: 978-3-442-47973-3, Taschenbuch, 410 Seiten


Inhalt (Klappentext):
Johanna von Dören, Tochter eines einflussreichen Lübecker Schonenfahrers, begleitet ihren Vater zum Hansetag nach Köln. Dort soll ein Bündnis gegen den dänischen König Waldemar IV. geschlossen werden, der wichtige Handelsinteressen behindert. Johanna, die als Kind die Pest überlebte, ist entschlossen, ins Kloster einzutreten. Als sie in Köln Frederik von Blekinge kennenlernt, einen jungen Adeligen aus Schonen, entwickelt sich eine große Liebe, und in einem Moment der Leidenschaft gibt sich Johanna Frederik hin. Erschrocken über sich selbst, vertraut sie sich einem Priester an. Ein verhängnisvoller Fehler – denn damit tritt eine dramatische Wende ein, und die Liebenden schweben bald in höchster Gefahr …

Mein Leseeindruck:
Die Handlung spielt 1367 und neben der Liebesgeschichte zwischen Johanna und Frederik erfährt man viel über die Machenschaften in und um die Hanse.
Johanna von Dören lebt mit ihrem Vater und ihrer Schwester in Lübeck. Sie hat als Kind die Pest überlebt und den Schwur getan aus Dankbarkeit in ein Kloster einzutreten. Trotzdem gibt sie sich Frederik im Kölner Dom hin, obwohl sie ihn erst kurz zuvor kennengelernt hat.
Ich will nicht zu viel verraten denn das Buch ist es wert gelesen zu werden.
Einzig die Liebesszene im Kölner Dom finde ich etwas "unglaubwürdig", Wie kann sich eine Frau in einem Gotteshaus einem (fast) fremdem Mann hingeben. Auch weil sie doch geschworen hat ins Kloster zu gehen.
Die anderen Protagonisten, die sympathischen und die unsympathischen, sind gut beschrieben. Auch das Leben um 1367 konnte ich gut nachvollziehen.
Für mich gehört es zu einem guten historischen Roman, dass man etwas lernen kann (bzw. Gelerntes auffrischen) und das hat dies Buch erfüllt.

Conny Walden ist das Pseudonym für Alfred und Silke Bekker.

Ein Buch, das ich mit Vergnügen gelesen habe.

Ich bedanke mich bei der Verlagsgruppe Random House für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Sonntag, 10. Januar 2016

Du hättest es wisse können (Jean Hanff Korelitz)

Du hättest es wissen können
 
Inhalt: 
Grace Reinhard Sachs, eine erfolgreiche Paartherapeutin, steht kurz vor der Veröffentlichung ihres ersten Buches "Du hättest es wissen können". Sie lebt zusammen mit ihrem Mann, einen Kinderonkologen, und ihrem Sohn auf der Manhattaner Eastside. Ihr Sohn besucht eine Privatschule, die auch schlön Grace besucht hat.
Dann wird die Mutter eines Mitschülers ermordet aufgefunden. Zeitgleich verschwindet Graces Mann spurlos ohne sich verabschiedet zu haben. Grace will es einfach nicht wahrhaben, dass ihr Leben plötzlich aus den Fugen gerät.


Meine Leseeindruck:
Das ganze Buch dreht sich um Grace. Ihr verschwundener Mann spielt eigentlich nur eine bescheidene Nebenrolle, obwohl er Schuld an der ganzen Misere ist.
Lang und breit wird über das Leben der "besseren Gesellschaft" und denen, die dazu gehören wollen berichtet. 
Das erste Kapitel hat mich gefesselt und dann habe ich mich durchgekämpft. Erst im letzten Drittel wurde es wieder interessanter. Der Schreibstil war etwas anstrengend - zwar flüssig zu lesen aber zu viele lange Sätze.
Die Gedanken von Grace haben das ganze Buch mehr oder weniger gefüllt. Mir hätte es besser gefallen wenn die anderen Protagonisten etwas intensiver beschrieben worden wären.


Fazit:
Dem Buch hätte es nicht geschadet, wenn es 100 Seiten kürzer wäre. Ich habe mich nicht direkt gelangweilt, musste aber öfter zum Buch greifen als gewohnt (weniger am Stück gelesen).
Gefallen hat mir Coverbild. Eine Ansicht von New York mit dunklen Wolken am Himmel - passend zur Handlung.


Ich vergebe 3 von 5 Punkten.


Das Buch habe ich bei vorablesen.de gewonnen.