Sonntag, 27. Dezember 2015

Stableford, ein Golf-Krimi aus Cornwall (Rob Reef)



Stableford
Ein Golfkrimi aus Cornwall
von
Taschenbuch, 256 Seiten;  ISBN: 978-3-940258-49-6
E-Book, ISBN 978-3-940258-53-3

Klappentext:
England 1936. Acht Golfer folgen der Einladung des Bankhauses Milford & Barnes zu einem Golf-Wochenende in Cornwall. Obwohl von ihrem Gastgeber jede Spur fehlt, beschließen sie, das Turnier auszutragen. Doch es endet vorzeitig – mit einem Mord. Durch ein Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten, beginnen sie, den Mörder auf eigene Faust zu suchen. Der Literaturprofessor Stableford, ein eifriger Leser von Kriminalromanen, übernimmt die Rolle des Detektivs nur allzu gern. Doch es gibt ein Problem: Er hat sich Hals über Kopf in die Hauptverdächtige verliebt. Für ihn steht fest, dass sie es nicht gewesen sein kann, aber sollte er sich wirklich auf sein Gefühl verlassen? Da geschieht ein zweiter Mord …
Mein Leseeindruck:
Ich muss vorausschicken, dass ich von Golf null Ahnung habe und deshalb Bedenken hatte, ob mir ein Golf-Krimi gefällt. Diese Bedenken waren grundlos.
Den Inhalt habe ich vom Klappentext übernommen.
Der Literaturprofessor John Stableford, ein Junggeselle der sich (natürlich) in eine ebenfalls zum Golftunier eingeladene junge Frau verliebt, mag Kriminalromane und wird, nachdem es einen Mord gegeben hat, von den Teilnehmern des Tuniers zum Detektiv auserwählt.
Da Jeder verdächtig ist muss John Stableford seine Beobachtungen größtenteils für sich behalten. 
Weiter möchte ich hier nichts verraten.
Positiv finde ich die kurzen Kapitel - da konnte ich mal schnell zwischendurch ein oder zwei Kapitel lesen.
Das Buch erinnert mich stark an die Miss Marple-Krimis und auch darum gefällt es mir.
Hinten im Buch sind zwei Skizzen vom Golfplatz und vom Hotel.
Ich habe, trotz null Ahnung von Golf, das Buch mit Begeisterung gelesen.
Ich hoffe, dass John Stableford das ihm gemachte Angebot annimmt .............
Fazit:
Ein Krimi, den ich auch Nicht-Golfern empfehlen kann.
Ich habe dieses Rezensions-Exemplar über die  Dryas Bloggerrunde bekommen - vielen Dank dafür.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Das barmherzige Fallbeil (Fred Vargas)


Das barmherzige Fallbeil

von

Fred Vargas

ISBN: 978-3-8090-2659-4, gebundenes Buch mit Schutzumschlag

Inhalt (Klappentext):
Innerhalb weniger Tage werden die Leichen einer Mathematiklehrerin und eines reichen Schlossherrn in Paris entdeckt, die vermeintlich Selbstmord begangen haben. Die brutale Szenerie alarmiert zwar die Polizei, doch es scheint keine Verbindung zu geben. Bis Jean-Baptiste Adamsberg auf unauffällige Zeichnungen an beiden Tatorten aufmerksam wird. Kurz darauf stellt sich heraus, dass die Lehrerin vor ihrem Tod dem labilen Sohn des zweiten Toten geschrieben hat. Der Brief führt Adamsberg auf die Spuren einer verhängnisvollen Reise nach Island, die zehn Jahre zuvor stattfand – und von der zwei Personen nicht zurückkamen. Sowie in die Untiefen einer Geheimgesellschaft, die sich Robespierre und der Terrorherrschaft während der Französischen Revolution verschrieben hat. Weitere Menschen sterben, und für Adamsberg beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit und einen ebenso wandelbaren wie unbarmherzigen Mörder …

Mein Leseeindruck: 
Ich habe die anderen Bücher der Reihe um Kommissar Adamsberg (noch) nicht gelesen. Vielleicht brauchte ich auch deshalb das halbe Buch um die (vielen) skurrilen Protagonisten auseinanderzuhalten. Der Kriminalfall war aber so spannend und vielschichtig, dass ich nicht "aufgegben" habe. 
Die vielen französischen Namen und Orte haben es mir nicht leichter gemacht den Überblick zu behalten. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich der französischen Sprache nicht mächtig bin. Für mich wäre ein "wer ist wer" am Anfang oder Ende des Buches von Nutzen gewesen.
Die teils schon unrealistischen Handlungen waren einerseits nervig aber anderseits sehr unterhaltsam.
Über den Kater der Brigade criminelle habe ich mich sehr amüsiert - er braucht beim Fressen Gesellschaft und muss die Treppen hinauf- und hinabgetragen werden. 
Die Ermittlungen führen Kommissar Adamsberg nach Grimsey, Island. Dort besucht er die Fuchsinsel auf der zwei Mitglieder einer Reisegruppe zu Tode gekommen sind. Wenn es Mord war ist der allerdings verjährt. Aber der Mord an der Lehrerin und deren kurz vor ihrem Tod geschriebene Brief weisen auf diese ungelösten Morde hin. Auch der zweite Tote gehörte zu der Reisegruppe.
Eine Geheimgesellschaft um Robespierre scheint ebenfalls eine vielversprechende Spur zu sein.
Über die Französische Revolution rund um  Robespierre habe ich durch das Buch etwas dazugelernt.
Manchmal habe ich den Durchblick verloren und dann einfach weitergelesen und irgendwann war ich wieder "drin".

 Mein Fazit:
Ich kann auch nach Beendigung des Buches nicht eindeutig sagen ob es mir gut gefallen hat. 
Die Handlung / der Fall: fesselnd und bis zum Schluss spannend
Die Protagonisten: schon fast etwas nervig
Ich gebe 4 von 5 Sternen.
Das Buch habe ich über  bloggdeinbuch.de bekommen.