Montag, 30. März 2015

Voran, voran, immer weiter voran (Ryan Bartelmay)

Voran, voran, immer weiter voran

von

Ryan Bartelmay
 Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 432 Seiten,
ISBN: 978-3-89667-526-2

Klappentext:
Amerikanischer Mittelwesten, Anfang der 1950er-Jahre: Chic Waldbeeser hat gerade seine Highschool-Liebe Diane geheiratet und sieht hoffnungsfroh in eine Zukunft als Familienvater und Eigenheimbesitzer. Sein Bruder Buddy ist ein ruheloser Geist, dem es schwerfällt, seinen Platz im Leben zu finden und sesshaft zu werden, und der nicht weiß, dass seine Frau Lijy ihr eigenes Geheimnis hütet. Über fünfzig Jahre hinweg werden die beiden Brüder versuchen, trotz aller Schicksalsschläge und Niederlagen immer weiterzumachen. Und Chic wird im Alter noch eine letzte Chance bekommen, sein Glück zu finden.

Mein Leseeindruck:
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich habe das Buch mit Lust angefangen zu lesen. 
Voran, voran, immer weiter voran – das war für mich das Motto beim Lesen dieses Buches. Ich habe mich wirklich durchgequält. Es fing schon schleppend an und wurde nicht besser.

Die Geschichte der beiden Brüder Chic und Buddy beginnt in den 50ern und eigentlich reiht sich Problem an Probelm. Auch die Zeitsprünge in der Geschichte machen es nicht interessanter. Ich bin das ganze Buch hindurch mit keinem der Protagonisten warm geworden.

Ich lese selten zwei Bücher gleichzeitig aber hier habe ich nach 60 Seiten mit einem andern Buch angefangen. 

Damit das Buch nicht in meinem Bücherregal versauert, werde ich es der örtlichen (ehrenamtlich geleiteten) Bücherei schenken. Es gibt bestimmt Menschen, die es gerne lesen - denn: Geschmäcker sind zum Glück verschieden!

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.


Freitag, 27. März 2015

Sündenbock (mein Leseeindruck)

Sündenbock

Judith Arendt




Kriminalroman
Taschenbuch Broschur
304 Seiten
ISBN-13 9783548285658
Erschienen: 06.03.2015
Klappentext:
Im Zweifel für die Unschuld - der zweite Fall für Schöffin Ruth Holländer
Ein Jahr ist Ruth Holländer bereits Schöffin, aber dieses Ehedrama erschüttert sie besonders: Rentner Jürgen Dombroschke ist angeklagt, seine an Parkinson erkrankte Frau vergiftet zu haben. Ein deprimierender Fall, bei dem alles klar zu sein scheint. Doch Ruth spürt, dass ein Puzzleteil fehlt. Hin und her gerissen zwischen Schöffinnendasein und Privatleben, hört Ruth sich – gegen den Rat ihres Freundes, Staatsanwalt Hannes Eisenrauch – ein bisschen um. Auch in Dombroschkes Schrebergarten. Und entdeckt die dramatische Wahrheit …



Mein Leseeindruck:

Ein Krimi, der da anfängt wo andere aufhören: bei der Gerichtsverhandlung.
Ruth Holländer ist als Schöffin für den ungeklärten Tod der schwer erkrankten Margit Dombroschke eingeteilt worden. Die Frau ist vergiftet worden und alles deutet auf den Ehemann als Täter hin. Ruth ist nicht überzeugt, dass der richtige Täter vor Gericht steht obwohl alles gegen ihn spricht. Ruth ermittelt selbst, nachdem die Verhandlung ausgesetzt wurde. Weshalb das passiert möchte ich hier nicht verraten.......
Ruths Privatleben ist turbulent genug, auch ohne den Mord.
Obwohl ich den ersten Band „Opferlamm“ noch nicht gelesen habe hatte ich keine Probleme der (privaten) Geschichte zu folgen. Inzwischen habe ich mir den ersten Band gekauft!
Der Mordfall ist stimmig und die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Auch das Ende überrascht unerwartet (zumindest mich).
Der Schreibstil gefällt mir, flüssig zu lesen. Ich hätte den Krimi liebend gerne in einem Zug durchgelesen aber der Mensch muss auch mal schlafen.
Am Anfang des Buches habe ich einmal gedacht: „Erwischt! The lion sleeps tonight ist noch nicht so alt“. Aber die Autorin hat gut recherchiert und ich weiß jetzt auch wie lange es den Song schon gibt. Wieder was dazu gelernt.
Den einzigen (kleinen) Minuspunkt gibt es für das Cover. Das hat nun absolut nichts mit der Handlung und dem Handlungsort Berlin zu tun.

Ich habe dieses Buch bei vorablesen.de gewonnen.




Dienstag, 24. März 2015

"Die Ärztin von Tsingtau" - mein Gewinn ist angekommen

Beim Bloggeburtstag von Lesezeit habe ich ein Buch gewonnen.

Heute ist es angekommen und es kam nicht alleine.

Drei Lesezeichen waren dabei, die bei mir immer Mangelware sind. Oder besser gesagt, meine Lesezeichen sind nie da wo ich sie brauche.

Fünf Postkarten, die zum Teil neue Bücher vorstellen. Sicher haben diese von mir Postkarten genannte "Teile" einen eigenen Namen, den ich aber nicht kenne.

Das Buch "Die Ärztin von Tsingtau" von Sibylle Spindler (494 Seiten mit kleiner Schrift - da werde ich wohl mit Brille lesen müssen).





Donnerstag, 19. März 2015

Gloria und die Liebenden von Verona (Rezension)

Gloria und die Liebenden von Verona

von

Marlene Klaus



Taschenbuch, 220 Seiten,
ISBN: 978-3-940855-58-9


Klappentext:
Nach dem plötzlichen Tod ihres Geliebten begibt sich Gloria auf Reisen. Doch bevor sie Verona, ihre erste Station, erreicht, wird ihre Kutsche von einer in Tränen aufgelösten Italienerin gestoppt. Sie berichtet von einem Duell und einem Toten und bittet um Hilfe. Aber nicht nur der Tod des einen Duellanten wirft Fragen auf, der andere ist außerdem spurlos verschwunden.
Gloria geht der Sache nach und erhält unerwartete und unwillkommene Hilfe von einem Landsmann, Alexander Lyndon. Obwohl der wenig sympathisch auftretende Lord sie von ihrer Suche abbringen möchte, erweist er sich schließlich doch noch als nützlich – was Glorias Meinung über ihn ändert, aber nur ein bisschen ..

Mein Leseeindruck:
Der Schreibstil passt sich dem viktorianischen Zeitalter an - schön "altmodisch". Über die handelnden Personen, neben den beiden Frauen ist das Lord Lyndon, wird im Laufe der Geschichte immer mal wieder etwas verraten. Auch das passt wunderbar zum Stil der Geschichte.
Gloria steht der Verlobten des verschwunden Duellanten zur Seite. Glorias Geliebter ist in England ebenfalls bei einem Duell getötet worden. Um diesen Verlust zu verschmerzen ist sie mit ihrer Tante auf Europareise gegangen.
Lord Lyndon kommt rüber wie ein typischer englischer Gentleman - nur immer die Etikette wahren. Köstlich!
Der Kriminalfall ist stimmig und wird erst ganz am Ende aufgelöst, also Spannung bis zum Schluss.
Ich will nicht zu viel verraten, aber fürs Herz ist auch etwas dabei.......

Ein Buch, bei dem das Ende zu schnell kam. Die letzen Worte: Fortsetzung folgt (was mich freut).



Freitag, 13. März 2015

Die Königin der Orchard Street (Rezension)

Die Königin der Orchard Street

von

Susan Jane Gilman


Gebunden, 600 Seiten
ISBN: 978-3-458-17625-1 

Inhalt:
Malka, die Tochter jüdischer Russen, will mit ihrer Familie nach Südafrika auswandern. Der Vater verspricht sich von Amerika mehr und tauscht kurzerhand die Tickets um.
Die Familie kämpft in New York gegen Armmut und Hunger. Der Vater verschwindet eines Tages und Malka wird von der Mutter nach einem schweren Unfall im Stich gelassen. Fortan lebt sie bei der italienischen Familie Dinello und lernt dort das Handwerk des Eismachens.
Mit ihrem Mann Bert gründet sie eine eigene Eismarke und wird durch diese berühmt.

Mein Leseeindruck:
Ein vom Anfang bis Ende spannendes Buch. Ich habe viel über die Auswanderer in Amerika gelernt. Es ist nicht immer das Land wo Milch und Honig fließen. Es wird viel betrogen und jeder versucht für sich und seine Familie das Beste herauszuholen.
Malka, die Protagonistin, hat Glück im Unglück als sie nach einem Unfall von „Papa Dinello“ aufgenommen wird. Ihre Mutter hat sich geweigert ein verkrüppeltes Kind aus dem Krankenhaus mit nach Hause zu nehmen. Bei den Dinellos hat Malka zumindest ein Dach über dem Kopf und genug zu essen. Bei der täglichen Arbeit lernt sie das Eismachen. Sie darf sogar zur Schule gehen. Sie nimmt den Namen Lillian an.
Die Handlung der Geschichte geht von 1913 bis in die 80er Jahre und wechselt laufend zwischen den Zeiten. Das ist aber nicht störend sondern passt zur Lebensgeschichte dieser raffinierten Geschäftsfrau. Sie schreckt auch nicht vor kriminellen Machenschaften zurück.
Meine Lieblingsfigur ist der „Papa Dinello“, ein typischer italienischer Familienvater.
Gerade aus diesem Grund schwanke ich zwischen Bewunderung und Ablehnung der Figur Malka/Lillian, Ich möchte im wahren Leben nicht mit dieser Frau zu un haben wenn sie auf der anderen Seite steht.

Das Cover:
Ein gelungenes Foto für dieses Buch. Mir hätte der englische Originaltitel „The Ice Cream Queen of Orchard Street“ besser gefallen.

Ein rundum gelungenes Buch. Unterhaltsam, spannend und lehrreich.

Ich habe diese Buch bei vorablesen.de gewonnen.

Sonntag, 8. März 2015

Alte Buchschätzchen

Ich habe diesen "Nebenblog" rund ums Lesen eröffnet.

Zur "Eröffnungsfeier" möchte ich Euch meine alten Bücherschätzchen vorstellen.

Beim Renovieren tauchten hier und da alte Bücher auf, die jetzt in einem alten Schrank in der guten Stube (Wohnzimmer) stehen/liegen.


Ein Maidensommer von Herta Sellschopp
Verlag: Georg Westermann, 1941
Ein Geschenk zu Konfirmation meiner Schwiegermutter.

Sommertage im Försterhaus von Erich Kloss
Vier Tannen Verlag, 1950.
Dieses Buch hat die Tante meines Mannes ihrem Bruder zum 13. Geburtstag geschenkt. Dann kam das Buch zur Schwester meines Mannes und verbliebt bei deren Auszug hier im Haus.

Der kleine Grenzverkehr von Erich Kästner
Bertelsmann Lesering ohne Erscheinungsdatum.


Wolckenkuckucksheim von Adele Elkan
Enßlin & Laiblins Verlagsbuchhandlung, Reutlingen, 1927
Auch dieses Buch ist durch mindestens drei Hände gegangen (Namenseinträge)

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch "Ich und mein Haus, wir wollen dem Herren dienen"
Druck und Verlag der Schlüterschen Buchdruckerei, Hannover, 1891 
Das Gesangbuch meiner Schwiegermutter (Konfirmation?)

Landarbeit leicht gemacht von Dr. Ernst Schneider
Landbuch Verlag, Hannover, 1949


Unser Acker von Karl Dieckmann
Verlag von Paul Paren in Berlin, 1940
Das Buch gehörte meinem Schwiegervater, wir vermuten als Lehrbuch in der Landwirtschaftsschule.


Dr. Oetker Schul=Kochbuch
Hier fehlen leider die esten 16 Seiten. 



Udyta von Josef Wiessalla
Büchergilde Gutenberg Berlin, 1940




Praktisches Kochbuch von Henriette Davidis-Holle
Verlag von Velhagen & Klasing, Bielefeld und Leipzig, 1918
Dieses Buch hat die Oma meines Mannes von ihrere Familie, wahrscheinlich zur Verlobung, bekommen.



Das Rechnen und Messen in Landwirtschaftsschulen und Bauernhöfen von Dr. J. Brokamp
Verlag von Carl Meyer (Gustav Prior) Hannover, 1939
Dieses Buch hat ebenfalls einen familienfremden Namenseintrag. Kam wahrscheinlich durch Weitergabe ins Haus.

In den beiden Kochbüchern gibt es viele gute, alte Rezepte. Unter anderem mehrere für Trüffel. Die gab es hier früher scheinbar so häufig, dass die Hausfrau sie als Gemüse zubereiten konnte. So ändern sich die Zeiten!