Freitag, 27. Februar 2015

"Mörderische" Bücher von Anne George

Leseeindruck (Zusammenfassung) vom 23.2.2015

Anne George, geboren am 4.12.1927 in Montgomery, Alabama (USA) hat 6 Bücher über die ungleichen Schwestern Patrica Anne und Mary Alice geschrieben. Leider ist sie am 14.3.2001 verstorben und so gibt es keine weiteren Bücher.



Patricia Anne (Hauptprotagonistin):
Eine Lehrerin im Ruhestand. Sie lebt mir ihrem Ehemann Fred und ihrem alten Hund Woofer in Birmingham, Alabama in „geordneten Verhältnissen“. Sie hilft gerne wenn jemand in Not ist und kommt deshalb auch mit Verbrechen in Konflikt. Von ihrer Schwester wird sie liebevoll „Maus“ genannt.

Mary Alice:
Die ältere Schwester von Patricia Anne. Sie hat schon drei Ehemänner überlebt und da sie alle vermögend waren kann sie sich nicht beklagen. Mit Patrica Anne ist sie nicht immer einer Meinung und auch Fred hat unter ihren Bevormundungen zu leiden – weiß sich aber zu wehren. Nicht nur ihre Schwester Patricia Anne nennt sie „Schwesterherz“.

Die beiden Schwestern sind nicht nur vom Wesen grundverschieden, sondern sehen sich auch nicht ähnlich. Mary Alice behauptet sogar (im Scherz), dass Patricia Anne bei der Geburt vertauscht wurde. Patricia Anne ist nicht nur ein ganzes Stück kleiner sondern auch nur halb so schwer.

Die Bücher leben von den Dialogen. Was bei anderen Büchern schnell langweilig wird ist hier das i-Tüpfelchen. Das Lesen hat Spaß gemacht und ich habe oft vor mich hin geschmunzelt.
Das einzige was mich gestört hat ist Patricia Annes Aspirinkonsum. Kann man wirklich so viel Tabletten schlucken?


Die Bücher in Reihenfolge des Erscheinungsdatums:

O du Mörderische (ISBN 978-3-423-21095-9)
Das Weihnachtsfest steht vor der Tür und die beiden Schwestern liefern sich so manches Wortgefecht rund um die noch zu besorgenden Weihnachtsgeschenke.
Die Weihnachtsparty in einer Galerie endet für die Galeristin tödlich und so geraten Patricia Anne und Mary Alice mitten in einen Mordfall und dessen Aufklärung.

Mörderische Familienbande (ISBN 978-3-423-25315-4, Großdruck)
Eine Cousine des Schwiegersohns von Mary Alice stürzt aus einem Fenster in den Tod. Unmittelbar nach einem Mittagessen mit Patricia Anne und Mary Alice. War es Selbstmord oder Mord? Die Tote war Ahnenforscherin und schon sind Patrcia Anne um Mary Alice wieder mit Ermittlungen beschäftigt.

Mörderische Aussichten (ISBN 978-3-423-25323-9, Großdruck)
Der Sohn von Mary Alice heiratet und diese vermutet, dass die Braut Sunshine nur hinter seinem Geld her ist. Beim Besuch von Patricia Anne und Mary Alice im Wohnwagencamp der Familie von Sunshine stolpern sie zu allem Überfluss über eine Leiche. Und schon stecken die beiden Schwestern wieder mitten in einem Mordfall.

Mörderische Dividende (ISBN 978-3-423-25327-7, Großdruck)
Die beiden Schwestern werden von Patricia Annes Nachbarin Mitzi zur Gründung eines Investmentclubs für Damen eingeladen. Mitzis Mann Arthur wird kurz danach des Mordes an einer attraktiven Frau angeklagt. Das Haus von Arthur und Mitzi geht in Flammen auf und Arthur wird von einem Schuss getroffen. Für Patricia Anne und Mary Alice ein guter Grund sich in die Ermittlungen einzumischen.

Mörderische Verstrickungen (Helmut Lingen Verlag)
Cousin Luke bittet Patricia Anne und Mary Alice um Hilfe. Seine Frau ist mit einem Sektenprediger durchgebrannt. Bei der Suche nach der verschwunden Ehefrau finden die beiden Schwestern nicht nur eine Kirche mit Giftschlangen und Strychnin sondern auch eine Leiche. Wieder ermitteln sie und kommen nicht zum ersten Mal der Polizei in die Quere.

Mörderischer Auftritt (ISBN 978-3-423-21459-9)
Patricia Anne und Mary Alice sitzen bei einer Benefizveranstaltung in der ersten Reihe. Der Auftritt von Elvis-Imitatoren ist der Höhepunkt der Veranstaltung. Einer der Darsteller stürzt tot in den Orchestergraben – erstochen. Die Mordwaffe findet sich in Patricia Annes Handtasche und so wird sie kurzzeitig zur Mordverdächtigen. Ihre Familie, allen voran Mary Alice, ermitteln und schnell ist Patricia Anne wieder frei und kann mit ermitteln.

Es ist ein Sammelsurium von verschiedenen Büchern weil ich sie mir "gebraucht" zusammengekauft habe.




"Wilder Fluss" von Cheryl Kaye Tardif

Rezension vom 19.12.2014

Wilder Fluss von Cheryl Kaye Tardif

Taschenbuch, 350 Seiten, Luzifer-Verlag (11. Dezember 2014), ISBN:  978-3958350069

Inhalt:
Dels Vater und seine Freunde verschwanden vor 7 Jahren am Nahanni River in Kanada und wurden für tot erklärt. Del glaubt aber, dass ihr Vater noch lebt da seine Leiche nie gefunden wurde.
Nachdem einer der für tot erklärten Männer wieder auftaucht macht sich Del mit einer Gruppe auf den Weg zum Nahanno River um ihren Vater zu suchen.

Mein Leseeindruck:
Del, die Hauptprotagonistin, glaubt nicht an den Tod ihres Vaters. Einer der Männer, die mit Dels Vater am Nahanni River verschwanden, taucht plötzlich wieder auf. Bevor er zusammenbricht kann er Del noch mitteilen, dass ihr Vater noch lebt. Del macht sich zusammen mit ein Gruppe Freiwilliger auf zum Nahanni River. Sie leidet an Multiple Sklerose, was sie der Gruppe verschweigt.
Dels Vater hat in der Stammzellenforschung gearbeitet und das ist der Grund für sein spurlose Verschwinden. Er wird von machtbesessenen Männer gefangen gehalten und zur Mitarbeit an einem geheimen Projekt gezwungen. Del und ihre Gruppe gelangen auf abenteuerliche Weise zu den Vermisstem.
Das Thema Stammzellenforschung und deren Missbrauch ist ein gutes Thema für einen Thriller. Aber für meinen Geschmack nimmt die Sex-Besessenheit der „Bösen“ zu viel Platz in der Geschichte ein. Ebenso das Liebesleben der Hauptprotagonistin Del ist überpräsent.
Das eigentliche Thema der Geschichte kommt mir einfach zu kurz.
Laut Klappentext inspiriert Steven King die Autorin – der Stil ist sehr ähnlich.
Das Buch ist flüssig zu lesen aber bei mir ist der Funke nicht übergesprungen. Ich war froh, als das Ende geschafft war.

2 von 5 Punkten.

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.

"Fronleichnamsmord" von Bea Rauenthal

Rezension vom 17.12.2014

Fronleichnamsmord von Bea Rauenthal

Ullstein Buchverlage (List Taschenbuch) , Taschenbuch Broschur, 352 Seiten, ISBN-13 9783548611846


Inhalt: Kommissarin Jo Weber und ihr Kollege Lutz Jäger werden zur Klärung eines Mordfalles in das Jahr 1974 versetzt. Jo Weber muss sich mit gestrigen Polizeimethoden und spießigen Kollegen herumschlagen. Lutz Jäger landet in einer Hippie-Kommune und ist gar nicht so unglücklich darüber. Die Fußballweltmeisterschaft von 1974 kann es so live miterleben. Es bleibt nicht bei einem Mordopfer und die beiden Ermittler müssen trotz privater Probleme eng zusammenarbeiten.

Mein Leseeindruck:
Jo Weber und Lutz Jäger, in der Zeit zurückversetzt in das Jahr 1974, ermitteln in einem Mordfall der als Unfall eingestuft wurde.
Lutz ist in einer Kommune gelandet der Jos Mutter angehört. Neben ihr wacht er am Morgen auf, ohne eine Erinnerung an die vergangene Nacht. Die Mitglieder der Kommune sind dem Rauschgift zugetan und auch Lutz probiert den „Stoff“ gerne.
Jo muss sich mit Machos in ihrer Dienststelle herumschlagen. Zu allem Überfluss ist ihr Vater ihr Vorgesetzter und sie macht sich Sorgen um die aufkeimende Beziehung zwischen ihren (zuküftigen) Eltern. Ihr Vater der Polizist und ihre Mutter ein Hippie passen so gar nicht zusammen.

Sehr gut hat mir die Schilderung der 70er Jahre gefallen (meine Jugend). Es wird im Büro geraucht was das Zeug hält, Drogen sind „in“ und werden in Kommunen angebaut, gehandelt und verbraucht. Jo ist die einzige Frau zwischen einem Haufen Männer, die nicht unbedingt von der weiblichen Kollegin begeistert sind. Heutige Ermittlungsmethoden fehlen und das mit dem Wissen von heute. Schwierig für Jo und Lutz.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und die Spannung wird das ganze Buch über erhalten.

Das Buch beginnt mit einer Zeitreise – warum und wie wird nicht erklärt und das finde ich schade. Auch wer die Zeitreise veranlasst wird nicht beschrieben. Auch wird mir zu oft auf die Handlungen der ersten beiden Bände dieser Reihe zurückgegriffen. Ich habe diese nicht gelesen und musste mir einiges „zusammenreimen“. Dieses hat meinen Lesegenuss etwas beeinträchtigt. Deshalb auch einen Punkt „Abzug“.

Das Cover gefällt mir, die Gestaltung passt zum Inhalt des Buches.

Ich gebe 4 von 5 Punkten.

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.

"Achtung Familienfeier. Betreten auf eigene Gefahr" von Danny R. Wood

Leseeindruck vom 13.12.2014

Achtung Familienfeier, Betreten auf eigene Gefahr, von Danny R. Wood

Taschenbuch: 320 Seiten , Verlag: Arturo Verlag,  ISBN-13: 978-3981701609


Ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen und kann daher keinen kompletten Leseeindruck verfassen.

Die Handlung und die Personen sind für meinen Geschmack zu überzogen dargestellt.
Ich habe immer nur ein Kapitel gelesen und dann reichte es für den Rest des Tages. Der Humor wäre (meine Meinung) in Kurzgeschichten besser aufgehoben.

Es gibt viele Leser/innen, die von diesem Buch begeistert sind - also trifft es einfach nicht meinen Lesegeschmack.

So kann sich unsere ehrenamtliche geführte Bücherei vor Ort über ein Geschenk von mir freuen.



"Die Toten vom Magdalenen College" von Katharina M.Mylius

Rezensiom vom 14.11.2014

Die Toten vom Magdalen College von Katharina M. Mylius

goldfinch verlag , Taschenbuch, 256 Seiten, ISBN-13: 978-3940258397

 Inhalt: 
In Oxford wird bei einem Dinner im Magdalen College ein Gast ermordet. Keiner der anderen Gäste will etwas bemerkt haben.
Inspector Heidi Green und Insepctor Frederick Collins versuchen trotz einer Wand des Schweigens den Mörder zu ermitteln.

Mein Leseeindruck:
Inspector Heidi Green, junge Mutter von Zwillingen, ermittelt mit ihrem neuen Kollegen Inspector Frederick Collins. Frederick hat sich wegen einer gescheiterten Beziehung nach Oxford versetzen lassen.
Der Mord, der zuerst wie ein Unglücksfall aussieht, hat scheinbar keine Zeugen. Die ehemaligen Studienfreunde hüten ein Geheimnis, welches Grund für den Mord zu sein scheint.
Am Anfang des Buches wird Oxford sehr detailliert geschildert. Eine Karte ist hinten ins Buch eingefügt – ich hätte mir die Karte vorn im Buch gewünscht, da wären die ganzen Namen nicht so verwirrend gewesen.
Mit dem Ermittlerteam bin ich nicht so recht warm geworden. Schnell waren sie (immer mal wieder) überzeugt den Mörder zu haben.
Die Geschichte / der Mordfall hat mir gefallen. Auch die Lösung war nicht gleich vorhersehbar. Eigentlich alles was ein Krimi haben muss. Für mich war es nicht direkt eine Enttäuschung aber ich werde das Buch kein zweites mal lesen.
Deshalb 3 von 5 Punkten.

Ich habe das Buch bei einem Gewinnspiel beim goldfinch verlag "ergattert".



"Winterapfelgarten" von Brigitte Janson

Rezension vom 20.10.2014

Winterapfelgarten von Brigitte Janson

Ullstein Buchverlage , 336 Seiten, Erschienen am 10.10.2014, ISBN-13 9783843709378


 Inhalt:
Claudia soll mit 51 Jahren zu alt für den Umgang mit Kunden sein und kündigt deshalb ihre Stelle in einer Parfümerie. Ihre Tochter Jule verlässt nach einem schweren Reitunfall kaum noch ihre Wohnung und zieht sich immer mehr vom Leben zurück. Claudidas beste Freundin Sara ist frisch geschieden weil ihre Ehe ihr zunehmend langweilig erschien.
Ein Glockenapfel, den Claudia nach ihrer überstürzten Kündigung auf einer Parkbank findet und verspeist, bringt sie dazu ein renovierbedürftiges Haus mit Apfelhof im Alten Land zu kaufen. Jule und Sara wagen zusammen mit Claudia einen neuen Start.
Die frisch verwittwete Elisabeth, die vor ihrem bisherigen Leben fliehen will, vervollständigt das Quartett.

Meine Leseeindruck:
Ein Buch, dass ich in einem Rutsch hätte durchlesen können - aber man muss ja auch noch andere Sachen erledigen. Ein flüssiger Schreibstil macht das Lesen zum Vergnügen. Die Handlung selber ist absehbar aber durchaus nicht langweilig.
Caudia ist mir zu Anfang nicht so sympathisch, das entwickelt sich im Laufe des Buches. Aus einer typischen Stadtfrau wird eine "Altländerin". Claudias Probleme mit ihrer Tochter Jule werden im Laufe der Geschichte gelöst.
Sara, die sich in ihrer Ehe nicht mehr wohlgefühlt hat, ist Claudias beste Freundin und zieht deshalb mit ihr auf den Glockenhof. Zu Beginn flirtet sie mit jedem Mann und bekommt deshalb Probleme mit den Frauen im Dorf. Ihr alter Beruf als Hebamme bringt sie den Dorfbewohnern dann näher.
Jule - mir ihr habe ich gelitten und konnte ihre Haltung zum "normalen" Leben gut verstehen. Auch sie profitiert vom Leben auf dem Glockenhof.
Elisabeth, die nach ihrer Strandung auf dem Glockenhof die Küche übernimmt, ist auch auf der Flucht vor ihrem alten Leben.
Vier Frauen, vier Schicksale und die Männer die es ändern können - eine Geschichte zum Schmökern auf dem Sofa.

Das Cover:
Das Cover hat mich gleich angesprochen - Apfel, die wie gepatcht (Patchworrk) aussehen. Aufgrund dieser Äpfel habe ich das Buch gelesen und bereue es nicht.

Ich habe dieses Buch bei vorablesen.de gewonnen.

"Ein Pflaster für den Zackenbarsch" von Jens Rassmus

Rezension vom 10.10.2014

Ein Pflaster für den Zackenbarsch von Jens Rassmus

Residenzverlag,  Hardcover, 72 Seiten, ISBN: 9783701721405

Inhalt:
Der Doktorfisch hilft den Meeresbewohnern bei großen und kleinen Wehwehchen. Der Kofferfisch begleitet ihn und transportiert seine Utensilien.
Vielerlei Patienten warten auf Hilfe. Seien es verknotete Kraken, der Zackenbarsch der sich eine Krankheit wünscht oder der Wal mit Bauchweh.

Mein Leseeindruck:
Ich habe das Buch zuerst alleine durchgelesen und musste einige Male schmunzeln. Die Geschichten sind kurzweilig, nicht zu sehr auf "niedliches Meeresgetier" ausgelegt und nicht zu lang.
Schöne Bilder ergänzen die Geschichten.
Meine 2 1/2 jährige Enkelin war mein erstes Vorleseversuchskind. Sie hat sich köstlich über die verknoteten Krakenarme amüsiert. Ihr waren es zu wenig Bilder, aber das Buch ist ja auch für etwas ältere Kinder gedacht.
Mir gefällt, dass die Seiten (das Papier) etwas dicker sind, weil Kinder doch mal zu etwas robusterem Umgang mit Büchern neigen. Außerdem ist das Papier aus nachhaltigen Quellen.
Das Coverbild gefällt mir sehr gut. Der grosse Zackenbarsch im Hintergrund, Doktorfisch und Kofferfisch im Vordergrund. Auf der Rückseite der Einssiedlerkrebs der ein Schild mit dem Strichcode und der ISBN hochhält. Einfach gut gemacht.

Für mich ein rundum gelungenes Vorlese- und Leseanfängerbuch.

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.

"Winterfeldtstraße, 2. Stock" von Johanna Friedrich

Rezension vom 9.10.2014

Winterfeldtstraße, 2 Stock von  Johanna Friedrich 

Ullstein Buchverlage , Gebunden mit Schutzumschlag, 416 Seiten, ISBN-13 9783547712001, Erschienen: 30.09.2014


Inhalt
Charlotte Berglas ist im fünften Monat schwanger als ihr Mann tot aus einem Kanal gezogen wird.
Sie ist mittellos und muss für sich und ihr ungeborenes Kind die Zukunft ordnen. Nur die große Wohnung in der Winterfeldtstraße ist ihr geblieben.
Nach und nach nimmt sie Mieter auf, unter anderem ihren Bruder und dessen Freund. Es kommen noch eine ältere Bardame und ein geheimnisvoller Adeliger dazu.
Nach und nach findet die Wohngemeinschaft zusammen und versucht im Berlin der 20er Jahre zu überleben.

Mein Leseeindruck
Die Mieter in der Wohnung von Charlotte Berglas sind mir etwas zu bunt zusammengewürfelt. Der Bruder hält sich mit kleinen Gaunereien und Glücksspiel mehr oder weniger über Wasser und ist oft in Auseinandersetzungen verwickelt. Der „Lange“, der nächste Mieter in der großen Wohnung, ist schüchtern und verliebt sich in Charlotte. Claire, eine ältere Bardame, die in einem Lesbenlokal arbeitet, kommt sehr robust und patent daher. Der geheimnisvolle Theo von Bergbaum zieht als Letzter ein.
Zwei Jahre nach Geburt ihrer Tochter Alice eröffnet Charlotte ein Fotostudio und hat ungeahnten Erfolg.

Bei mir ist der Funke nicht übergesprungen obwohl das Buch flüssig zu lesen war.
Mit Charlotte bin ich so gar nicht warm geworden. Zu Anfang hat sie um ihren verstorbenen Mann getrauert, aber das tägliche Leben von Charlotte kam mir etwas zu kurz.
Die Mitglieder der Wohngemeinschaft sind mir zu bunt gewürfelt. Eigentlich verdient nur Claire ihr Geld durch Arbeit. Wovon Theo von Bergbaum lebt, bleibt im Verborgenen.
Viele kleine interessante Geschichten aber, für mich zu wenig „normales“ Leben.

3 von 5 Sternen.

 Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.


"Einer gibt den Löffel ab" von Lotte Minck

Leseeindruck vom 6.10.2014

Einer gibt den Löffel ab von Lotte Minck

Erschienen beim Droste-Buchverlag

Eine Krimödie, diese Wortschöpfung kannte ich noch nicht, aber sie trifft es auf den Punkt.

Eine Inhaltsangabe spare ich mir (kann ja jeder beim Verlag oder sonstwo nachlesen). 

Nur soviel:
Es geht um eine Kochshow bei der auch Loretta Luchs mitmacht und es gibt einen Todesfall. Mehr möchte ich nicht verraten.

Das Cover.......hat mich in die Irre geführt, denn so sieht es bei Loretta nicht aus. Aber gut gemacht ist es trotzdem.

Lorettas Tischdekoration hat mich vom Hocker gehauen:
Fliederfarbene Tischdecke, maigrüne Platzteller und rote Servietten. 
So tickt Loretta.

Meine Angst den Ruhrpottslang nicht zu verstehen hat sich als unbegründet erwiesen. Ist ähnlich wie unser Plattdeutsch.

Ich habe dieses Buch verschlungen und habe es oft mit einem Grinsen beiseite gelegt und mich aufs Weiterlesen gefreut.
 
Leider ist auch die schönste Krimödie viel zu schnell zu Ende.

Bei mir hat das Buch Lust auf mehr gemacht (zum Glück gibt es noch weitere Bände).

 Nach dieser begeisterten Rezension von der lieben Numi habe ich mir das Buch gekauft.



"Waidmannstod" von Maxim Leo

Rezension vom 15.9.2014

Waidmannstod von Maxim Leo

 Kiepenheur & Witsch, ISBN: 978-3-462-04676-2, 288 Seiten, Klappenbroschur, Erschienen am: 10.09.2014



Inhalt:
Kommissar Daniel Voss ist mit Anfang 40 in seine brandenburgische Heimat zurückgekehrt, auch um bei seiner kranken Mutter sein zu können. 
Als Leiter der Mordkommisson muss er sich nicht nur an sein neues Team gewöhnen, sondern hat es auch gleich mit einem brutalen Mordfall zu tun. 
Ein Jäger ist wie ein Tier waidgerecht ermordet worden.
Daniel Voss wohnt bei seiner Mutter in seinem alten Kinderzimmer. 
Bei der Klärung des Mordfalls begegnet er vielen Menschen, die er aus seiner Kindheit kennt. 
Seine Mutter wird von einer polnischen Pflegerin versorgt, die dem Kommissar hilfreich unter die Arme greift.

Mein Eindruck:
Das Buch hat nur einen Handlungsstrang und ist deshalb sehr entspannend zu lesen, was der Spannung aber nicht schadet. Kommissar Daniel Voss ist ein sympathischer Mann, der auch mal vor Verlegenheit rot wird. Mit seinem neuen Team hat er einige Anlaufschwierigkeiten, auch weil er nicht allzu viel von Teambesprechungen hält.
Da er die Wälder um seinen Heimatort noch aus der Kindheit kennt ist er viel alleine unterwegs und bringt sich dadurch in Gefahr.
Das Verhältnis zur Pflegerin seiner kranken Mutter baut sich langsam auf und es wird wahrscheinlich in noch hoffentlich folgenden Bänden etwas mehr daraus.
Auch das Verhältnis zu seinem Team wird im Laufe des Buches immer besser.
Mir gefällt die Figur des Daniel Voss. Kein Strahlemann sondern eher bodenständig. Dass er z. B. die Nachtigall als „Bridney Spears des Waldes“ bezeichnet hat mich schmunzeln lassen.
Alle anderen Personen sind stimmig und auch der Mordfall ist nachvollziehbar. Außerdem habe ich etwas aus der jüngeren Vergangenheit von Brandenburg dazugelernt.

Cover:
Das Bild auf dem Cover passt zum Tod eines Jägers im Wald.

Mein Fazit:
Ein Krimi der Lust auf mehr macht.
Es ist noch viel Spielraum zur Weiterentwicklung der Figur Daniel Voss und seines Umfeldes (für hoffentlich weitere Fälle).

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.

"Vergessen" von Elke Pistor

Rezension vom 1.9.2014

Vergessen von Elke Pistor

Ullstein Buchverlage ,  Taschenbuch, 304 Seiten, ISBN-13 9783548286105, Erschienen: 08.08.2014


Inhalt:
Kommissarin Verena Idenbusch muss einen Mordfall mit Christoph Todt, einem neuen Kollegen, untersuchen. Die privaten Probleme der Beiden erschweren die Ermittlungen und es bleibt nicht bei einem Mord.

Mein Eindruck:
Eine spannende Geschichte mit vielen Erzählsträngen die für mich manchmal etwas verwirrend waren. Ist es ein Traum? Die Vergangenheit oder die Gegenwart? Bis zur Mitte des Buches habe ich mich echt schwer getan, obwohl der Schreibstil flüssig ist. Alles rund um die Mordfälle ist stimmig. Die privaten Probleme von Verena Idenbusch und Christoph Todt sind nachvollziehbar.
Ich schwanke zwischen total begeistert und davon brauche ich nicht noch ein Buch zu lesen.

Das Cover:
Für das Cover hätte ich ein anderes Bild gewählt – ein Gruppenfoto, das auch im Mordfall eine große Rolle spielt.

Gewonnen bei vorablesen.de


"Totenleuchten" von Klara Nordin

Rezension vom 25.8.2014

Totenleuchten von  Klara Nordin

 ISBN: 978-3-462-04693-9
Erschienen am: 14.08.2014
336 Seiten, Taschenbuch
Kiwi 1403

Inhalt: 
In Jokkmokk, einen kleinen Ort in Lappland (Schweden), schreckt ein brutaler Mord an einem jungen Mann die Bewohner auf. Linda Lundin tritt gerade ihren Dienst als Hauptkommissarin an und muss mit ihren Kollegen Margareta und Bengt gleich in dem schwierigen Fall ermitteln. Verdächtige mit Mordmotiven gibt es genug. Auch im Privatleben der ermittelnden Polizisten gibt es unerwartete Schwierigkeiten.

Mein Eindruck: 
Ein flüssig geschriebener Krimi über einen brutalen Mord. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Nicht nur Linda Lundin muss sich mit samischen Gebräuchen zurechtfinden, sondern auch ich als Leser. Die Landschaft rund um Jokkmokk am Polarkreis ist anschaulich beschrieben. Die Menschen haben oft genug Geheimnisse, die sie nicht unbedingt mit Anderen teilen wollen. Es gibt sympathische Figuren und weniger sympathische, wie im richtigen Leben. Auch die Polizisten haben ihre privaten Probleme und Sorgen, die nicht alle mit dem Mordfall zu tun haben.

Ich habe das Buch sehr schnell durchgelesen obwohl es nicht permanent spannend war. Gefallen hat mir, dass die Lebensgeschichten der Bewohner gut beschrieben sind. 
 
Die Lösung des Mordfalles war für mich eine Überraschung, nicht unbedingt vorhersehbar. Spannung bis zum Schluss. 
 
Das Cover in Blautönen mit Rentieren und der Titel „Totenleuchten“ in Blutrot passen zum Buch.

Ich hätte mir einen Anhang mit Erklärungen der samischen Wörter und Gebräuche gewünscht. Ich muss zugeben, dass ich gerne Begriffe nachschlage auch wenn sie im Buch erklärt sind.

Ein lesenswerter Krimi.

"Der eiserne Sommer" von Angelika Felenda

Rezension vom 16.8.2014

Der eiserne Sommer von Angelika Felenda

SUHRKAMP NOVA, ISBN: 978-3-518-46542-4, 435 Seiten, Erscheinungsdatum: 18.08.2014

Ein Krimi der mich gefesselt hat. Für mich das beste Buch seit langem.

Kommissär Reitmeyer, ermittelt in einem Mordfall in München im Jahre 1914. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges steht unmittelbar bevor und Mitglieder des Militärs sind in den Mordfall (es bleibt nicht bei einem Mord) verwickelt.

Nicht nur die Handlung spielt 1914, nein auch viele Ausdrücke versetzen den Leser zurück in die Vergangenheit. Zu Anfang hat mich das etwas befremdet aber je weiter ich gelesen habe um so mehr fühlte ich mich um 100 Jahre zurückversetzt.
Es gibt nicht nur den einen Erzählstrang, aber erst im Laufe des Buches kann man als Leser die Fäden zusammenfügen um gleich wieder vor dem nächsten Knäuel zu stehen.
„Kommisär“ Reitmeyer, die Hauptfigur ist mir sehr sympathisch und der Mann muss so einige private und berufliche Probleme lösen. Die gesellschaftlichen Machenschaften zwischen Militär, Adel und dem „normalen Volk“ haben mich voll in den Bann gezogen.

Ich habe durch das Buch einen anderen Blick auf die Zeit vor 100 Jahren bekommen. Es ist für mich nicht „nur“ ein Krimi sondern auch ein Geschichtsbuch. Nicht die Geschichte, die ich aus der Schule kenne sondern die alltäglichen Sorgen und Nöte der Menschen, die Machenschaften der Militärs und die zeitweise Ohnmacht der untergebenen Kriminalbeamten.

Meine Befürchtung, dass ein bayrischer Krimi zu viel unverständlichen Dialekt für eine norddeutsche Leserin mit sich bringt hat sich nicht bewahrheitet.

Es freut mich, dass Angelika Felenda eine Serie um Kommisär Reitmeyer plant.
Ich hoffe ich muss nicht zu lange auf den zweiten Band der Serie warten.

Das Buchcover zeigt ein zeitgenössisches Foto – sehr passend. In schwarz/weiß gehalten, nur der Titel und eine Person im Hintergrund des Fotos sind farblich blau hervorgehoben.

Der Titel „Der eiserne Sommer“ ist gut gewählt da auch das Militär eine Rolle im Buch spielt.







"Alles Liebe oder Watt?" von Marie Matisek

Rezension vom 11.5.2014

Alles Liebe oder Watt? von Marie Matisek

ISBN: 9783471350997

 Inhalt:
Silke, eine frisch geschiedene Pastorin, sucht eine neue Herausforderung. Mit zwei Kindern, einem Hund und einem altersschwachen Auto macht sie sich auf den Weg nach Sylt um eine Stelle in einem kleinen Dorf zu übernehmen.
Auf der Insel lernt sie langsam Gemeindemitglieder und deren Probleme miteinander kennen. Ihr Vorgänger hat ihr nicht nur Oma Grete als Haushälterin sondern auch ein Geheimnis hinterlassen.
Alles dreht sich um einen ehemaligen Hubschrauberlandeplatz auf dem ihr Nachbar Lars Holm einem Fun-Park bauen möchte. Der attraktive Ommo Wilkens ist für ein Naturschutzgebiet.
Beide Männer sind sich schon seit langem spinnefeind und Silke versucht ihr Bestes um den Dorffrieden zu wahren.

Rezension:
Das Buch beginnt mit einer Dorfversammlung im Preestershus, dem Dorfgasthof, auf der es hoch hergeht. Der alte Pastor mittendrin und am nächsten Morgen ist es tot. Ein Geheimnis hat der Pastor mit ins Grab genommen und die neue Pastorin steht hier im wahrsten Sinne vor einer verschlossenen Tür.

Oma Grete, die dem alten Pastor den Haushalt geführt hat übernimmt diese Stelle ungefragt auch bei dessen Nachfolgerin. Sie kennt nicht nur alle Dorfbewohner sondern auch deren Eigenheiten. Mit Rat und Tat steht sie Silke Denneler zur Seite.

Zwei Männer kreuzen Silkes privates und berufliches Leben. Ihr eingebildeter Nachbar Lars Holm möchte einen Fun-Park auf einem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz bauen. Der gutaussehende Ommo Wilkens will ein Naturschutzgebiet und macht auch gleich Silke den Hof.

Oma Grete hat so einiges zu tun um die Pastorin auf den rechten Weg zu bringen.

Persönlicher Eindruck:
Ein flüssig zu lesender Sylt-Roman.
Man lernt Land und Leute kennen und es wird nicht langweilig.
Immer wieder gibt es kleine unerwartete Wendungen die das Interesse hoch halten.
Ich habe das Buch bis zum letzten Buchstaben genossen.


"Der Klang der Lüge" von Liv Winterberg

 Rezension vom 27.4.2014

Der Klang der Lüge  von  Liv Winterberg

erschienen im dtv (Deutscher Taschenbuch Verlag), ISBN 978-3-423-26018-3

Ein historischer Roman von Liv Winterberg.
Die junge Alissende findet auf der Flucht Unterschlupf bei einer Familie in einem Pyrenäendorf. Viele der Dorfbewohner gehören der Religionsgemeinschaft der Katharer an, auch die Familie die Alissende und ihre Begleiter aufnimmt. Alissende findet nicht nur eine neue Heimat sondern verliebt sich auch in den Hirten Simon. Bischof Durand aus Pamiers mißfällt, dass die Dorfbewohner vom wahren Glauben abfallen und er läßt Verdächtige festnehmen. Alissende ist plötzlich mit den Kindern des Dorfes allein und muss sich der neuen Situation stellen.

Das Cover:
Ein Kartenausschnitt der Pyrenäen im Hintergrund und ein Zweig mit einem Vogel, sowie Brombeeren an den Rändern. Die Brombeeren kommen nur im ersten Satz des Buches vor. Mir hätte es besser gefallen wenn Lavendelpflanzen/blüten abgebildet wären.

Mein Eindruck:
Ein historischer Roman der mir wieder einen Teil der Geschichte näher gebracht hat: die Katharer.
Leider kommt der geschichtliche Teil etwas zu kurz (mehr Hintergrundwissen in der Geschichte hätte mir gefallen).
Die Geschichte der Alissende kommt auch etwas kurz. Gerade noch ist sie die Magd, die immer Hunger hat, sich verliebt und zufrieden ist und dann übernimmt sie die Verantwortung für die Kinder des Dorfes. Dieser "Wechsel" hätte mehr Beachtung verdient.
Ein Buch mit Höhen und Tiefen aber lesenswert bis zum letzten Satz. Mein geschichtlicher Wissensdurst wurde im Anhang gestillt.
Ich würde das Buch nicht gerade als Strandlektüre empfehlen aber durchaus für (mehrere) Winterabende vor dem warmen Ofen/Kamin.