Sonntag, 27. Dezember 2015

Stableford, ein Golf-Krimi aus Cornwall (Rob Reef)



Stableford
Ein Golfkrimi aus Cornwall
von
Taschenbuch, 256 Seiten;  ISBN: 978-3-940258-49-6
E-Book, ISBN 978-3-940258-53-3

Klappentext:
England 1936. Acht Golfer folgen der Einladung des Bankhauses Milford & Barnes zu einem Golf-Wochenende in Cornwall. Obwohl von ihrem Gastgeber jede Spur fehlt, beschließen sie, das Turnier auszutragen. Doch es endet vorzeitig – mit einem Mord. Durch ein Unwetter von der Außenwelt abgeschnitten, beginnen sie, den Mörder auf eigene Faust zu suchen. Der Literaturprofessor Stableford, ein eifriger Leser von Kriminalromanen, übernimmt die Rolle des Detektivs nur allzu gern. Doch es gibt ein Problem: Er hat sich Hals über Kopf in die Hauptverdächtige verliebt. Für ihn steht fest, dass sie es nicht gewesen sein kann, aber sollte er sich wirklich auf sein Gefühl verlassen? Da geschieht ein zweiter Mord …
Mein Leseeindruck:
Ich muss vorausschicken, dass ich von Golf null Ahnung habe und deshalb Bedenken hatte, ob mir ein Golf-Krimi gefällt. Diese Bedenken waren grundlos.
Den Inhalt habe ich vom Klappentext übernommen.
Der Literaturprofessor John Stableford, ein Junggeselle der sich (natürlich) in eine ebenfalls zum Golftunier eingeladene junge Frau verliebt, mag Kriminalromane und wird, nachdem es einen Mord gegeben hat, von den Teilnehmern des Tuniers zum Detektiv auserwählt.
Da Jeder verdächtig ist muss John Stableford seine Beobachtungen größtenteils für sich behalten. 
Weiter möchte ich hier nichts verraten.
Positiv finde ich die kurzen Kapitel - da konnte ich mal schnell zwischendurch ein oder zwei Kapitel lesen.
Das Buch erinnert mich stark an die Miss Marple-Krimis und auch darum gefällt es mir.
Hinten im Buch sind zwei Skizzen vom Golfplatz und vom Hotel.
Ich habe, trotz null Ahnung von Golf, das Buch mit Begeisterung gelesen.
Ich hoffe, dass John Stableford das ihm gemachte Angebot annimmt .............
Fazit:
Ein Krimi, den ich auch Nicht-Golfern empfehlen kann.
Ich habe dieses Rezensions-Exemplar über die  Dryas Bloggerrunde bekommen - vielen Dank dafür.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Das barmherzige Fallbeil (Fred Vargas)


Das barmherzige Fallbeil

von

Fred Vargas

ISBN: 978-3-8090-2659-4, gebundenes Buch mit Schutzumschlag

Inhalt (Klappentext):
Innerhalb weniger Tage werden die Leichen einer Mathematiklehrerin und eines reichen Schlossherrn in Paris entdeckt, die vermeintlich Selbstmord begangen haben. Die brutale Szenerie alarmiert zwar die Polizei, doch es scheint keine Verbindung zu geben. Bis Jean-Baptiste Adamsberg auf unauffällige Zeichnungen an beiden Tatorten aufmerksam wird. Kurz darauf stellt sich heraus, dass die Lehrerin vor ihrem Tod dem labilen Sohn des zweiten Toten geschrieben hat. Der Brief führt Adamsberg auf die Spuren einer verhängnisvollen Reise nach Island, die zehn Jahre zuvor stattfand – und von der zwei Personen nicht zurückkamen. Sowie in die Untiefen einer Geheimgesellschaft, die sich Robespierre und der Terrorherrschaft während der Französischen Revolution verschrieben hat. Weitere Menschen sterben, und für Adamsberg beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit und einen ebenso wandelbaren wie unbarmherzigen Mörder …

Mein Leseeindruck: 
Ich habe die anderen Bücher der Reihe um Kommissar Adamsberg (noch) nicht gelesen. Vielleicht brauchte ich auch deshalb das halbe Buch um die (vielen) skurrilen Protagonisten auseinanderzuhalten. Der Kriminalfall war aber so spannend und vielschichtig, dass ich nicht "aufgegben" habe. 
Die vielen französischen Namen und Orte haben es mir nicht leichter gemacht den Überblick zu behalten. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich der französischen Sprache nicht mächtig bin. Für mich wäre ein "wer ist wer" am Anfang oder Ende des Buches von Nutzen gewesen.
Die teils schon unrealistischen Handlungen waren einerseits nervig aber anderseits sehr unterhaltsam.
Über den Kater der Brigade criminelle habe ich mich sehr amüsiert - er braucht beim Fressen Gesellschaft und muss die Treppen hinauf- und hinabgetragen werden. 
Die Ermittlungen führen Kommissar Adamsberg nach Grimsey, Island. Dort besucht er die Fuchsinsel auf der zwei Mitglieder einer Reisegruppe zu Tode gekommen sind. Wenn es Mord war ist der allerdings verjährt. Aber der Mord an der Lehrerin und deren kurz vor ihrem Tod geschriebene Brief weisen auf diese ungelösten Morde hin. Auch der zweite Tote gehörte zu der Reisegruppe.
Eine Geheimgesellschaft um Robespierre scheint ebenfalls eine vielversprechende Spur zu sein.
Über die Französische Revolution rund um  Robespierre habe ich durch das Buch etwas dazugelernt.
Manchmal habe ich den Durchblick verloren und dann einfach weitergelesen und irgendwann war ich wieder "drin".

 Mein Fazit:
Ich kann auch nach Beendigung des Buches nicht eindeutig sagen ob es mir gut gefallen hat. 
Die Handlung / der Fall: fesselnd und bis zum Schluss spannend
Die Protagonisten: schon fast etwas nervig
Ich gebe 4 von 5 Sternen.
Das Buch habe ich über  bloggdeinbuch.de bekommen.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Kein Mops ist auch keine Lösung (Tina Voß)

Taschenbuch, 259 Seiten, 
ISBN: 978-3-940855-62-6
E-Book im epub Format, ISBN: 978-3-941408-85-2
 
 
Inhalt:
Kay und Juli sind mit ihrem Unternehmen erfolgreich aber im Privatleben läuft nicht alles nach Wunsch.
Kay glaubt, dass ihr Freund sie mit seiner Ex betrügt. Dann beobachtet sie Juli beim Besuch eines Casinos. Ist ihre Freundin etwa spielsüchtig?
Um Abstand von den privaten Problemen zu bekommen beschließen die beiden Frauen mit einem Wohnmobil und natürlich Mops Bernd nach Schweden zu fahren. 
 
 
Mein Leseendruck:
Ich habe den ersten Band "Ex & Mops" nicht gelesen (was ich noch nachholen werde) aber dies Buch ist auch ohne diese Lektüre stimmig in der Handlung.
Mops Bernd, der mit seinem "Frauchen auf Zeit" Kay ein unschlagbares Team bildet. Herrlich wie dieser Hund immer wieder rückwärts zwischen Kays Füße/Beine "einparkt". 
Kay, die mit ihrem Freund Kommunikationsprobleme hat. Warum sollte sie sonst einen Tauchkurs mitmachen, obwohl sie eigentlich Angst vorm Tachen hat?
Juli hat eine email-Beziehung zu einer Frau in Schweden, die sie aber nicht persönlich kennt  - auch ein Grund warum die Reise mit dem Wohnmobil angetreten wird.
Diese Reise und die Schilderungen vom Leben im Wohnmobil sind einfach unterhaltsam. Haben mir oft ein Grinsen aufs Gesicht gezaubert. Ich sage nur "Schwarzwasser".
Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten.
 
 
Mein Fazit:
Eine Liebesgeschichte, eigentlich mehrere und ganz viel Alltag.
 Ein Sturz in ......(verrate ich hier nicht) zieht eine Schulter-OP nach sich. 
Zwei Frauen die mit einem geliehenem Wohnmobil nach Schweden fahren, ohne jemals vorher auf einem Campingplatz übernachtet zu sein - da sind, vor allem lustige, Pannen an der Tagesordnung.
Am Ende des Buches gibt es nicht nur ein Happy End.
Mal wieder ein Buch an dem mich nur eines stört - es war viel zu schnell zu Ende gelesen.
Mich, als Katzenliebhaberin, haben Mops Bernd und seine Menschen sehr gut unterhalten.

Mein Dank an den DRYAS-Verlag, der mir dies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Freitag, 16. Oktober 2015

Lieber rundum glücklich als gar keine Kurven (Kristan Higgins)


Lieber rundum glücklich als gar keine Kurven
von
Kristan Higgins
ISBN 978-3-95649-224-2, Taschenbuch, 480 Seiten

Inhalt:
Emmaline Neal wird zur Hochzeit ihres Exverlobten eingeladen und will dort nicht ohne Begleitung auftauchen. Von allen Seiten wird ihr Jack Holland als Begleiter empfohlen. Jack, der gerne Jedem hilft und dazu auch noch sehr gut aussieht, sagt zu. Alle mögen Jack und auf der Feier stellt Emmaline ihn als ihren Verlobten vor..........
Nur Emmaline hat nicht damit gerechnet, dass sie sich in Jack verliebt.

Mein Leseeindruck:
Im Klappentext heißt es, dass Kristan Higgins humorvoll-romantische Bücher über die Suche nach Mr. Right schreibt.
Auch in diesem Buch geht es um Liebe und Allem, was dazu gehört.
Emmaline, die kurz vor der Hochzeit wegen einer anderen Frau von ihrem Verlobten „sitzen gelassen wird“.
Jack, der nach einer gescheiterten Ehe (mehr will ich dazu nicht verraten) keine neue Beziehung eingehen will.
Jack hat vier Jugendliche vor dem Ertrinken gerettet und seine geschiedene Frau versucht ihn, den „Helden“, wieder zu umgarnen.
Beim Lesen hatte ich zuerst das Gefühl es geht um den heldenhaften Ritter in glänzender Rüstung (Jack) und das hässliche Entlein (Emmaline). Nur hat der Held mit seinem (schlechten) Gewissen zu kämpfen. Einer der von ihm geretteten Jugendlichen liegt im Koma. Das hässliche Entlein entpuppt sich als so gar nicht hässlich.
Im Laufe des Buches gibt es viele Rückblenden auf Emmaline und Jacks (Vor)Leben und der Leser erfährt, warum es bei den Beiden bisher nicht so gut gelaufen ist.
Was mir an einer Liebesgeschichte etwas fehlt ist die Romanze (Sex kommt nicht zu kurz). Die Geschichte lebt hauptsächlich von den Rückblenden. Deshalb möchte ich dies Buch nicht in die Schublade Liebesgeschichte stecken – es ist eher eine Lebensgeschichte.

Der Titel des Buches „Lieber rundherum glücklich als gar keine Kurven“ trifft es nicht so richtig. Auch der Rettungsring auf dem Cover spielt im Buch gar keine Rolle. Der Originaltitel „In Your Dreams“ passt besser.

Mein Fazit:
Ein Buch, das mich gut unterhalten aber nicht so richtig gefesselt hat. 
 
Ich habe das Buch von Blogg dein Buch als Leseexemplar zur Verfügung gestellt bekommen.

Dienstag, 6. Oktober 2015

Auentod (Maxim Leo)



Broschur, 320 Seiten
ISBN: 978-3-462-04829-2


Inhalt:
Kommissar Daniel Voss fährt mit Maja, der Pflegerin seiner Mutter, zu einer Hochzeit nach Polen. Am Morgen nach der Hochzeit ist Maja plötzlich verschwunden – entführt, wie Daniel Voss bald herausfindet. Er macht sich umgehend auf die Suche nach der Frau, die er zu lieben glaubt. Aber die Ermittlungen sind eigentlich Aufgabe der polnischen Polizei.
Zeitgleich stürzt im brandenburgischen Bad Freienwalde ein Software-Entwickler von einem Baugerüst. Ist es ein Unfall, Selbstmord oder Mord? Daniel Voss muss seinen Urlaub abbrechen um die Ermittlungen zu übernehmen.

Mein Leseeindruck:
Daniel Voss wohnt in seinem Elternhaus in seinem alten Kinderzimmer. Und er hat ein Verhältnis mit der Pflegerin seiner Mutter – ob er sie liebt oder nicht, darüber muss er sich erst noch klar werden. Trotzdem lässt er sich von Maja überreden, sie zu einer Hochzeitsfeier nach Polen zu begleiten. Dort wird Maja am Morgen nach der Feier entführt. Daniel beginnt nachzuforschen, obwohl er das eigentlich der polnischen Polizei überlassen sollte.
Die Handlung des Buches spielt im Oderbruch, mal auf deutscher, mal auf polnischer Seite,
Mehr möchte ich nicht verraten.
Maja, die Daniels Mutter pflegt, ist eine Frau mit vielen Rätseln. Eigentlich weiß Daniel sehr wenig über sie. Trotz des Liebesverhältnisses zwischen den Beiden gibt Maja nicht viel aus ihrem Leben preis. 
Am Anfang fand ich die Geschichte etwas verworren und teilweise abenteuerlich unglaubwürdig. Im Laufe der Handlung hat sich das aber schnell gegeben. Das Ende war für mich überraschend. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend erzählt.
Bad Freienwalde, den Wohn- und Arbeitsort von Daniel Voss, gibt es wirklich. Ich „kontrolliere“ so etwas gerne.
Nur bei einer Schilderung habe ich gestutzt: Daniel Voss kommt in Polen bei einem Bauern gerade beim Melken der Kühe dazu. Bei der Schilderung des Melkvorgangs bin ich bei den „Milchdüsen“ hängen geblieben. Die gibt es nicht – es müsste „Zitzenbecher“ heißen. In dem Moment ging mein Kopfkino mit mir durch.......

Ein spannender Krimi ohne viel „Blut“.
 
Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.

Donnerstag, 24. September 2015

Jetzt habe ich keine Ausrede mehr.........

Taschen auf oder in Kleidung zu nähen war für mich eine (meistens) schwierige Aufgabe.
Ab heute ist Schluß damit denn mein Gewinn-Buch ist da.


Die liebe Numi hat es auf ihrem Bücherblog verlost und ich war die glückliche Gewinnerin!


Herr Post von der Post (ja unser "Briefträger" heißt wirklich Post) hat noch zwei Bücher gebracht.
Den Auentod habe ich gleich angefangen zu lesen, deshalb steckt Herr Schmidt im Buch.

Dienstag, 1. September 2015

Der alte Mann und das Netz (Christian Humberg)



Der alte Mann und das Netz

von

Christian Humberg

Taschenbuch, 320 Seiten, ISBN: 978-3-442-15848-5


 
Inhalt:
Horst, der Vater des Autors, hat sich und seine Frau bei einem Volkshochschulkurs angemeldet und sein Sohn ahnt schlimmes. Horst will nämlich ins Netz! Eigentlich löblich, dass sich Horst fachmännische Hilfe holen will.



Mein Leseeindruck:
Ich bin durch ein Interview mit dem Autor Christian Humberg im Nordwestradio auf dieses Buch  aufmerksam geworden.

Horst will es gründlich machen und meldet sich und seine Frau bei einem Kurs in der Volkshochschule an. Seine Frau soll sich das merken was ihm selber entgeht. Sohn Christian begleitet seine Eltern auch weil er das Verhältnis seines Vaters zur Technik kennt.

Ich liege vom Alter her zwischen Horst (fast 70) und Sohn Christian und bin auch im Internet unterwegs. Manchmal fühle ich mich dem Vater näher, da ich dem Fortschritt nicht immer zeitnah folgen kann. Aber viel häufiger leide ich mit Christian weil er dem „alten Herrn“ das erklären muss was er nicht verstanden hat.

Auch die ersten Schritte von Christian am www erinnern mich an längst Vergessenes. ICQ mit seinen „Ohoh“ war mir schon entfallen (der Fortschritt eben).

Wer gerne lesen möchte was alles im Umgang mit Computer und dem Internet schief gehen kann, dem sei dies Buch empfohlen. Auf eine lustige aber nicht respektlose Art und Weise berichtet Christian Humberg von seinem Vater Horst der ins Netz geht.






Dienstag, 18. August 2015

Fingerfood & Feines (Martina Lessing)

Fingerfood & Feines
Raffiniert gekocht für Freunde & Gäste
von
Martina Lessing

Hardcover, 240 Seiten
ISBN: 978-3-99100-167-6


Verlagsinfo:
Freunde bekochen, Bekannte einladen, zu Hause ein Fest veranstalten – und das alles ohne Stress? Die erfolgreiche Köchin und Cateringspezialistin Martina Lessing zeigt, wie es geht, und widmet sich in ihrem neuen Kochbuch ganz der Einladung für Gäste.


Mein Leseeindruck:
Ein hochwertiges Kochbuch über ein angesagtes Thema: Fingerfood & Feines.

Ich habe es mit Begeisterung durchgeblättert. Nur der Titel "Fingerfood" ist etwas irreführend. Es ist ein Buch über "Bowl Food" (kleine Leckerbissen in Schüsselchen), Fingerfood ist für mich etwas anderes. Aber das ändert nichts an den tollen Rezepten.

Die Rezepte sind in Portionnen berechnet - finde ich sehr praktisch. Zutaten, Tipps und Anleitung gleich neben den edlen Fotos der fertigen Gerichten.

Dazwischen viele Bilder von Gästen der Autorin. Für mich zu viele private Fotos.

Viele Gerichte sind österreichisch angehaucht - ungewohnt für mich als Norddeutsche sind Nockerl, Strudelteig und Serviettenknödel. Ungewohnt aber bestimmt sehr lecker!

In vier Rezepten wird ein Food Processor bei der Zubereitung empfohlen, den bestimmt (wie auch ich) nicht jede/r zu Hause hat.

Ich werde einige Rezepte nachkochen, gerade aus dem Bereich Süßes. 

Ein wunderschönes Buch mit falschem Titel - "Bowl Food & Feines" wäre passender gewesen.
Ein Buch für den/die anspruchsvolle Koch/Köchin. Für mich zu anspruchsvoll (wenn ich für mehrere Gäste kochen wollte). Da bleibe ich bei einfachen, unkomplizierten Rezepten.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.

Samstag, 15. August 2015

Bei Zugabe Mord (Tatjana Kruse)



Bei Zugabe Mord
von 
Tatjana Kruse
 
Taschenbuch, 248 Seiten, ISBN 978-3-85218-977-2

 
 
 
Die Operndiva Pauline Miller ist als Sopranistin bei den Salzburger Festspielen engagiert – nur werden ihre Kollegen einer nach dem anderen ermordet. Aus der exzentrischen Diva wird eine exzentrische Privatschnüfflerin, die nicht nur der Polizei ins Handwerk fuscht.

Mein Leseeindruck:
Pauline Miller, eine Operndiva wie ich sie mir vorgestellt habe. Eine Sopranistin mit Starallüren, egoistisch aber liebenswert. Ihr Hund, der gerne mal mit einer Ratte verwechselt wird, verfällt bei Stresssituationen schlagartig in den Schlafmodus und ist somit als Beschützer mehr als ungeeignet. Denn in Salzburg geht ein Mörder um und der scheint es auf Opernsänger abgesehen zu haben. Immer mittendrin Pauline Miller, die dadurch in Verdacht gerät. Durch die Morde gerät die Aufführung von Mozarts „Entführung aus dem Serail“ in Gefahr.

Der Schreibstil – ich brauchte eine gewissen Zeit um damit warm zu werden. Ob es an der Handlung lag oder an dem etwas „seltsamen“ Humor – ich weiß es nicht. Aber es wurde immer besser oder ich habe mich an den „Slapstik-Stil“ gewohnt.
Pauline Miller ist mir trotz ihres egoistischen Gehabes ans Herz gewachsen.
Ich hatte natürlich auch einen Verdacht und lag falsch.....
Die Spannung wird gekonnt aufgebaut und es kommt zu einem für die Diva Pauline würdigen Schluss. Die zweite Hälfte des Buches hat mir besser gefallen als die erste. Am Stück hätte ich das Buch nicht lesen können – zu schräg und zu viel Starallüren von Pauline.
Das Cover gefällt mir obwohl ich mir den Hund etwas „rattenähnlicher“ vorstelle.

Ein Krimi der etwas anderen Art. Pauline steht ganz klar im Vordergrund und der (schwarze) Humor rund um den Fall machen das Buch aus.
Mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen.

Ich vergebe 3,5 von 5 Punkten.
Ich danke Blogg dein Buch und dem  Haymon Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Donnerstag, 6. August 2015

Der Namenlose Tag (Friedrich Ani)



Der namenlose Tag

von

Friedrich Ani

Gebunden, 301 Seiten
ISBN: 978-3-518-42487-2 


 
Inhalt:
Jakob Franck, ein pensionierter Kriminalhauptkommissar, ermittelt privat in einem 20 Jahre alten Selbstmordfall. Ein junges Mädchen hat sich im Park erhängt und der Vater besucht Jakob Franck weil er nicht an den Selbstmord seiner Tochter glaubt. Jakob Franck versucht die näheren Umstände des Todesfalles nach so langer Zeit zu ermitteln. Er hat eine besondere Methode, die er Gedankenfühligkeit nennt und die ihm schon zu seiner aktiven Zeit bei der Lösung von Mordfällen geholfen hat.



Mein Leseeindruck:
Jakob Franck kann seine alten, ungelösten Fälle nicht ruhen lassen. Seine Ehe ist darüber zu Bruch gegangen und jetzt sitzt er täglich mit den Todesopfern am Tisch und versucht immer noch Licht ins Dunkle zu bringen. Ein Mann, mit dem ich auch keine Ehe führen möchte. So richtig sympathisch ist er mir nicht geworden – eher gruselt es mich vor ihm! Ein Mann, der sein Heim mit den Opfern ungelöster Mordfälle teilt und das scheinbar „normal“ findet.

Ludwig Winther, der Vater von Esther, besucht Jakob Franck um ihn zu bitten den Selbstmord seiner Tochter von vor 20 Jahren nochmals zu untersuchen. Er glaubt nicht an einen Selbstmord. Ein Jahr nach dem Tod der Tochter bringt sich die Mutter um und Ludwig Winther findet keine Ruhe. Ludwig Winther ist ein Mann, der mit dem Leben gar nicht mehr zurecht kommt.

Jakob Franck führt lange Ermittlungsgespräche mit ehemaligen Mitschülern von Esther, Familienangehörigen und allen, die in den Ermittlungsakten aufgeführt sind. Diese Gespräche, eigentlich Verhöre, sind von eigentümlicher Art und Franck verlässt sich auf seine Gedankenfühligkeit – andere würden es Bauchgefühl nennen.

Ein durch und durch düsteres Buch.

Aber der Selbstmord-/Mordfall hat mich gefesselt und ich habe deshalb das Buch zu Ende gelesen. Das Ende (die Lösung des Falles) war für mich überraschend.

Eher ungewohnt (für mich) sind die vielen Semikolone im Text. Der Schreibstil gefällt mir, auch aufgrund der verkastelten Semikolon-Sätze, nicht so gut. Die seitenlangen Ermittlungsgespräche haben mich ermüdet – sie nahmen für mich zu viel „Platz“ im Buch ein.

Das Cover, gehalten in Grautönen, passt zum Buch.

Von mir bekommt das Buch 2 von 5 Sternen.

Ich habe das Buch über die facebook Seite des Verlages als Rezensionsexemplar erhalten.





Donnerstag, 30. Juli 2015

Die Frechen Krabben auf Gespensterjagd (Barabara Rose)


Die Frechen Krabben auf Gespensterjagd (Band 2)
von 
Barbara Rose
Gebunden, 144 Seiten.
ISBN 978-3-451-71264-7
Die Mädchenbande "Die Frechen Krabben" macht Ferien auf dem Schloss der Gräfin Zieselwitz.
Die Frechen Krabben, das sind die Zwillinge Milli und Lilli und deren Freundinnen Lotte und Emma. Immer mit dabei das Zwergschwein Emil und der Hund Wuschelzwerg.
Was liegt näher als das Schloss zu erkunden. Aber dann wird es gruselig, spukt es etwa auf Schloss Rittersberg? 
Auch wer den ersten Band  "Die Frechen Krabben" nicht gelesen hat, kommt leicht in die Geschichte hinein. Dieses Buch ist spannender als der erste Band, ein kleiner Krimi (ohne Mord versteht sich).
Für Leseanfänger (kurze Kapitel mit Inhaltsangaben am Beginn) und zum Vorlesen, gerade für Mädchen ein Volltreffer. Meine Enkelin (6 Jahre) ist begeistert.
Die Illustrationen von Thorsten Saleina, im Buch schwarz/weiß, runden das Buch ab.
Von mir bekommt das Buch fünf von fünf Sternen.

Mittwoch, 22. Juli 2015

Die frechen Krabben (Barbara Rose)




Die Frechen Krabben (Band 1)

 von 
Barbara Rose
Thorsten Saleina (Illustration)
Gebunden, 144 Seiten
ISBN 978-3-451-71263-0
 
 
Die tupfengleichen Zwillinge Milli und Lilli gründen mit ihren Freundinnen Emma und Lotte eine Bande: „Die frechen Krabben“. Immer mit dabei sind das Zwergschwein Emil und der Hund Wuschelzwerg. Als Bandenquartier wählen sie einen Apfelbaum auf einem unbewohnten Grundstück. Nur ist das Grundstück inzwischen verkauft worden und jetzt ist guter Rat teuer.

Mein Leseeindruck:
Ein Buch für Grundschulkinder, eher für Mädchen als für Jungs. Zumindest hat mein Enkel die Lust daran verloren als ich es vorgelesen habe. Meine 6-jährige Enkelin war begeistert. Nicht nur von der Geschichte sondern auch von den vier Mädchen. Sie gehören zu einer Bands sind aber (eigentlich) sehr verschieden. Die Familie Floh mit Vater Max, dem Stadionsprecher und Mutter Sofie, der Modistin mit eigenem Hutgeschäft, den Zwillingen Milli und Lilli und dem Zwergschwein Emil, ist alleine schon eine Geschichte wert.
Kurze Kapitel, mit einer kleinen Inhaltsangabe vorweg – gut für Leseanfänger.
In der Geschichte kommen aber auch Jungs vor, ebenfalls Zwillinge, die einen Affen als Haustier halten.
Die Illustrationen von Thorsten Saleina gefallen mir. Das Coverbild in Farbe und im Buch schwarz/weiß Zeichnungen.

Ein rundum gelungenes Buch.

Volle fünf von fünf Sternen!
Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen. 

Montag, 20. Juli 2015

Um Mitternacht (Augusto Cruz)

 
 
Um Mitternacht

von
Augusto Cruz
Suhrkamp Verlag
 Gebunden, 392 Seiten, 
ISBN: 978-3-518-42477-3 
 
Inhalt:
Der ehemalige FBI-Agent Scott McKenzie erhält den Auftrag nach einem verschollenen Stummfilm zu suchen. Sein Auftraggeber, ein reicher alter Mann, dem der Film „Um Mitternacht“ in seiner Sammlung noch fehlt. Auch möchte er den Film noch sehen bevor ihn seiner Alzheimererkrankung alles vergessen lässt.
McKenzie eilt der Ruf voraus, alle seine Fälle zu lösen. Aber die Suche nach der letzten Kopie dieses Stummfilm gestaltet sich nicht einfach.



Mein Leseeindruck:
Die Geschichte/Handlung fand ich am Anfang des Buches noch spannend aber nach und nach kamen so viele Handlungsstränge und Personen dazu, dass mir der Durchblick abhanden kam.
Oft wird auf alte Filme Bezug genommen, die mir leider gar nichts sagen. Fiktion und Fakten werden munter durcheinander gemischt. Die Figur des Scott McKenzies und die eigentliche Suche nach dem Film kommt etwas zu kurz.

Der allergrößte Minuspunkt, der mir zunehmend das Lesevergnügen raubte, ist der Verzicht auf die „Gänsefüßchen“ bei der wörtlichen Rede und der fast vollständige Verzicht auf Absätze. Ich musste oft zweimal lesen um die wörtliche Rede dem entsprechenden Protagonisten zuordnen zu können. Dieser Schreibstil liegt mir gar nicht. Ich habe mich wirklich bis zum Schluss durchgekämpft und werde auch kein zweites Buch von diesem Autor lesen.

Meine Bewertung fällt entsprechend aus: 2 von 5 Punkten. Thema interessant, viele Fakten, wenig Spannung.

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen

Donnerstag, 25. Juni 2015

Liebten wir (Nina Blazon)




Taschenbuch (Klappenbroschur), 560 Seiten, Ullsteinbuchverlage.

ISBN-13 9783548285771

 Inhalt:
 Mo liebt ihren Beruf als Fotografin und fängt mit ihren Bildern mehr ein als nur die abgebildeten Menschen. Sie selber träumt von einem harmonischen Familienleben. Zusammen mit ihrem Freund Leon fährt sie zu einer Familienfeier von Leons Familie. Leider nimmt die Feier eine schlechte Wendung und Mo flüchtet (ungewollt) mit Leons Großmutter nach Helsinki. Sie soll dort Aino (Leons Großmutter) helfen jemanden aus deren Vergangenheit zu finden. Die beiden Frauen sind grundverschieden und es dauert lange bis sie Vertrauen zueinander finden.

Mein Leseeindruck: 
Die Charaktere sind gut herausgearbeitet obwohl es mir sehr schwer gefallen ist mit Mo „warm zu werden“. Ihre Vergangenheit, die in Rückblenden beschrieben wird, ist ziemlich verwirrend und ich habe, ehrlich gesagt, den roten Faden nicht so recht gefunden.

Aino, die Mo eigentlich nur ausnutzen will um von ihrer Familie wegzukommen, ist eine schrullige alte Frau. Sympathisch ist sie mir nicht geworden. Auch ihre Lebensgeschichte kommt nach und nach zum Vorschein.

Die Beschreibung von dem Leben in Helsinki in der Gegenwart und in der Vergangenheit hat mir gut gefallen. Aber der Umgang der Protagonisten unter- und miteinander hat mir zunehmend das Lesevergnügen genommen. Auch finde ich die ganze Geschichte zu langatmig und zu düster.

Der Schreibstil ist flüssig, aber die allzu detaillierten Schilderungen von Orten stört mich etwas.

Das gewählte Bild fürs Cover entspricht der Handlung nicht. Ich hätte bei rosa Wölkchen und Schwalben eine (glücklichere) Liebes- und Lebensgeschichte erwartet.

Ich gebe dem Buch knappe 3 von 5 Sterne.

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.
     
     

Donnerstag, 11. Juni 2015

Tochter des Drachenbaums (Susanne Aernecke)


  
 Europa Verlag, 582 Seiten, ISBN 978-3-95890-000-4


Inhalt:

La Palma 1492: Iriomé wird von ihrer Vorgängerin Tichiname zur Hohepriesterin der Guanchen bestimmt. Sie muss das Geheimnis um einen mystischen, heilenden Pilz bewahren. Schon am nächsten Tag wird La Palma von spanischen Eroberern überfallen, die das Volk der Guanchen versklaven wollen. Iriomé verliebt sich in einen der Eroberer, der sie aber verrät und so kommt sie als Sklavin nach Spanien. Bei der Ankunft gelingt ihr die Flucht. Ein maurischer Arzt hilft ihr dabei. Aber die Häscher der Inquisition verfolgen sie, auch um den heilenden Pilz zu bekommen.

Augsburg 2014: Die Ärztin Romy Conrad hat nach einem Kletterunfall Visionen von einer geheimnisvollen Priesterin. Sie scheint mit ihr Kontakt aufnehmen zu wollen. Romy fliegt auf die Kanareninsel La Plama um sich auf die Spur der Guanchen zu begeben. Sie entdeckt den mystischen Pilz Amakuna in einer Höhle und wird von Unbekannten verfolgt, die ihr das Geheimnis des Pilzes entreißen wollen. Auch vor Mord schrecken ihre Verfolger nicht zurück und sie findet Schutz bei Nic Saratoga. Aber ist Nic ehrlich mit ihr oder will er auch nur Amakuna?



Mein Leseeindruck:

Die Geschichte von Iriomé und Romy wird in zwei Zeitschienen erzählt. Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt ein Symbol Auskunft darüber. Das hat mir sehr gut gefallen – nicht viel Herumrätseln wo ich mich gerade „befinde“.

Die Hauptprotagonisten Iriomé und Romy sind mir gleich sympathisch gewesen. Bei allen Anderen war mir nicht sofort klar, ob sie zu den „Guten“ oder zu den „Bösen“ gehörten. Die Handlung hat mich nach wenigen Zeiten gefesselt und bis zum letzten Satz des Buches nicht wieder losgelassen. Die Geschichte der Kanareninsel La Palma ist mir näher gebracht worden, ebenso wie die Zeit der Inquisition in Spanien. Schulwissen ist da (zumindest bei mir) sehr lückenhaft.

Vorne im sehr schön gestaltetem Buch gibt es eine Karte von La Palma – ich liebe solche Karten, die mir die Handlungsorte noch näher bringen. Im hinteren Teil ist eine Karte von Spanien abgebildet, ebenso wie eine Liste der Hauptfiguren. Unterteilt auf die Vergangenheit und die Gegenwart.

Ein Buch, das historischen Roman, Liebesgeschichte(n), Krimi und ein gehörige Portion Mystik in sich vereint und mir vom Schreibstil sehr gut gefällt – was will ich mehr? Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Amakuna-Saga.

Wer mehr darüber lesen möchte: Amakuna-Saga

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.

Sonntag, 24. Mai 2015

Bloody Rosemary (Katharina M. Mylius)





Inhalt:
Heidi Green und Frederick Collins ermitteln gemeinsamen im Mordfall Rosemary Hogan. Die Sterneköchin würde erstochen in ihrer Küche aufgefunden. Ein Rosmarinzweig in ihrer Hand ist die einzige Spur in der ansonsten blitzsauberen Küche. Feinde hatte die Ermordete viele, auch wegen ihrer zänkischen Art.
Dann kommt es zu einem zweiten Mord an einem Koch/Restaurantbesitzer. Auch er hält wieder wienen Rosmarinzweig in der Hand. Nur die Verbindung zwischen den beiden Mordopfern fehlt.

Mein Leseeindruck:
Nach dem ersten Oxford-Krimi „Die Toten vom Magdalen College“ von Katharina M. Mylius ist dies der zweite gemeinsame Fall von Heidi Green und Frederick Collins.
Das Privatleben der beiden Ermittler kommt nicht zu kurz. Heidi ist mit ihren beiden Zwillingen und ihrem Job mehr als ausgelastet und wird direkt von einem Wellnesstag, den sie sich mit ihrer Freundin gönnt, zum Tatort gerufen. Frederick ist endlich über die Trennung von seiner Freundin hinweg und versucht neue Bande zu knüpfen.
Nachdem ich im ersten Buch mit den Ermittlern nicht so richtig „warm“ geworden bin, hat sich das hier geändert. Ob das nun an der Geschichte (Mordfall) gelegen hat oder nicht – ich weiß es nicht.
Die Handlung ist bis zum Schluss spannend. Ich hatte jemand anderen „unter Verdacht“.
Vorne im Buch ist ein Kartenausschnitt von Oxford abgedruckt. Ich habe allerdings irgendwann aufgegeben die Straßen in der Karte zu suchen. Es war (für mich) ermüdend den Wegen der Protagonisten durch Oxford zu folgen (Minuspunkt)
Jetzt zu einem dicken, dicken Pluspunkt. Im Anhang des Buches sind Rezepte abgedruckt, von denen ich eines gleich „nachgebacken“ habe (klick) Ich mag solche Anhänge, die mich auch als Köchin/Bäckerin ansprechen.
Das Cover gefällt mir sehr gut. Titel und Bild/Farben passen sehr gut zusammen.

Alles in allem ein Krimi, der flüssig zu lesen ist und eine stimmige Geschichte (Mordfall mit Lösung) hat.

Vielen Dank an den Verlag und die Dryas Bloggerunde, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Daten zum Buch:
Bloody Rosemary – ein Oxford-Krimi
Katharina M. Mylius 
Infos zur Autorin
Taschenbuch, 254 Seiten
ISBN: 978-3-940258-51-9



Sonntag, 17. Mai 2015

Bloody Rosemary - noch nicht gelesen aber schon ein Rezept ausprobiert.

Kuchen mit einer halben Muskatnuss drin - schmeckt das?

Ich habe bei der Dryas Bloggerrunde auf facebook ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen. Gestern ist das Buch "Bloody Rosemary" von Katharina M. Mylius angekommen und ich habe gleich angefangen zu lesen.
Auf Seite 29 erinnert sich die Protagonistin Heidi daran, dass sie früher mit ihrer Freundin Louise in einem der gemütlichen Cafés in der High Street in Oxford ein Stück Old English Cider Cake mit extra viel Sahne bestellt hat.
Hinten im Buch gibt es das Rezept für diesen Kuchen und ich habe es gleich heute morgen nachgebacken.
Da kein Cider (Apfelwein) im Haus war habe ich statt dessen unserem eigenen Apfelsaft  genommen. Laut Rezept sollte eine halbe Muskatnuss (gerieben) in den Kuchen. Das erschien mir etwas viel - wir sind die englischen Rezepte (noch) nicht gewohnt. Ich habe deutlich weniger Muskatnuss genommen.
Gerade eben haben wir den Kuchen mit viel Schlagsahne und einem Pott Kaffee verputzt.


Der Geschmack nach Muskatnuss war sehr intensiv aber es war superlecker!

Es gibt noch mehr Rezepte in dem Buch. Vielleicht werde ich das eine oder andere ausprobieren. Diesen Apfelsaftkuchen wird es bestimmt noch öfter geben.

Das Buch liegt inzwischen wieder auf meinem Nachttisch damit es heute abend zur Hand ist.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Schwiegermutter all' arrabbiata (Brigitte Jacobi)

Schwiegermutter all' arrabbiata

von

Brigitte Jacobi

 
Hardcover, Klappenbroschur, 272 Seiten
ISBN-13 9783547712056



Klappentext:
Ein Hilferuf per SMS erreicht Henrike an einem ohnehin schrecklichen Tag. Ihre berühmten Glücksschweinchen aus Marzipan soll es bald nicht mehr geben. Der Pachtvertrag ihrer Lübecker Manufaktur wird nicht verlängert. Und nun auch noch diese Nachricht von ihrem Freund Dario: »Bin entführt worden. Bitte komm!« Kurzerhand macht sich Henrike auf die weite Reise nach Kalabrien, wo zwei Familien nach Vendetta schreien, Dario verschwunden bleibt und sein älterer Bruder ganz und gar unangemessene Gefühle in Henrike auslöst. Bis Mamma Lucia eingreift und Henrike zeigt, wie eine italienische Mamma den Laden schmeißt.



Mein Leseeindruck:
Dieses Buch habe ich (fast) in einem Rutsch durchgelesen!
Die einzelnen Protagonisten sind von der Autorin so in die Handlung aufgenommen worden, dass ich keine Schwierigkeiten hatte sie auseinanderzuhalten. Der Roman ist in sich stimmig und trotzdem fesselnd. In der Mitte des Buches habe ich ein anderes Ende (Happy End) vermutet.
Mit Henrike, der Hauptprotagonistin, bin ich sehr schnell „warm“ geworden. Ihre Marzipan-Manufaktur in Lübeck steckt in finanzielle Schwierigkeiten. Aber als sie eine SMS ihres Freundes Dario aus dem fernen Kalabrien erhält macht sie sich ohne zu zögern auf den Weg ihn zu retten.
Hoimar, Henrikes Vater, begleitet sie. Die beiden machen sich mit dem Auto auf den Weg und erleben unterwegs, gerade wegen Hoimar, einige Überraschungen.
Dario, Henrikes Freund, greift erst spät in die Handlung ein – mehr verrate ich nicht. Dafür erleben Henrike und Hoimat mir der Familie so einiges......
Ein Roman, der mich sehr gut unterhalten hat. Immer wieder eine neue Überraschung für Henrike und für mich (als Leserin).

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.

Mittwoch, 29. April 2015

London undercover (Don Winslow)

London undercover
Neal Careys erster Fall
 
von 
 
Don Winslow
 
 



 
 
Taschenbuch, 369 Seiten
 
ISBN: 978-3-518-46580-6 
 

 

Inhaltsangabe vom Verlag:  

Allie Chase, die minderjährige, rebellische Tochter eines prominenten Senators, ist in die Underground-Szene Londons abgetaucht. Neal hat nur wenige Tage Zeit, um Allie aus dieser Hölle voller Junkies, Drogendealer und Schläger zu befreien, damit sie pünktlich zum Wahlkampf aufgeräumt und strahlend an der Seite ihrer Eltern auftreten kann. Doch was der Untergrund aufzubieten hat, ist nichts gegen das, was Neal an der Oberfläche erwartet – falls er es dorthin zurückschafft …

 

Mein Leseeindruck: 

Mir liegt der Schreibstil nicht - leider. Die Handlung hat mich gefesselt und ich habe trotz der "Leseschwierigkeiten" das Buch bis zum letzten Satz gelesen. Auch, weil das Ende nicht absehbar war. 

Nun zu meinen "Leseschwierigkeiten": Ich hatte sehr viel Mühe Neal Careys Lebensgeschichte zu sortieren und zu verstehen. Immer wieder Zeitsprünge und die auch nicht chronologisch. Aber ich habe es zum Schluss hin richtig eingeordnet bekommen. Allerdings werde ich auf weitere Bücher von Don Winslow verzichten. Es gibt genug Leser, die von seinem Schreibstil begeistert sind und für mich gibt es genug andere Bücher /Autoren die mich begeistern. 

 


Mittwoch, 15. April 2015

Mittenrein ins Leben (Maria Linke)

Mittenrein ins Leben 

von 

Maria Linke


Taschenbuch, 336 Seiten 
ISBN-13 9783548284903



Klappentext:
Zwei Frauen, zwei Schicksale, eine gute Idee
Wenn man den Exmann zum Boss bekommt, ist man ganz schnell den Job los. Das muss Hildegard, Ende 40, am eigenen Leib erfahren. Die Sekretärin zieht kurzentschlossen aus der beschaulichen Eifel nach Köln und macht sich dort als Putzfrau selbständig. Dabei lernt sie nicht nur einige schräge, seltsame und nette Leute kennen, sondern auch Antonia. Die schwerkranke 39-Jährige ist an ihre Wohnung gefesselt, hat aber einen großen Wunsch: Sie will wieder mitten rein ins Leben. Hildegard, schon immer eine leidenschaftliche Köchin, hat eine Idee: Sie und Antonia gründen einen Supperclub – und holen so das Leben in Antonias Esszimmer …

Mein Leseeindruck:
Hildegard, für ihre Freunde Hilde, zieht es nach ihrer Kündigung durch ihren Exmann nach Köln. Sie macht sich als Putzfrau selbstständig. Aber schnell merkt sie, dass es nicht die richtige Entscheidung fürs ganze Leben ist. Einige ihrer Kunden wachsen ihr ans Herz und sie kümmert sich auch um deren Probleme. Bei einer ihrer Putzstellen findet sie eine Geldbörse und bringt sie kurzentschlossen der Besitzerin zurück. So lernt sie Antonia kennen, die durch ihre MS-Erkrankung weitestgehend ans Haus gefesselt ist. Sie kommen auf die Idee gemeinsam zu kochen und einen privaten Supperclub zu gründen. So kommt Leben in Antonias Haus. Nach einem Fahrraddiebstahl lernt Hilde den Polizisten Günther kennen, der in dieser Geschichte auch eine Rolle spielt.

Der Anfang des Buches hat mich noch nicht begeistert aber nach Hildes Umzug aus der Eifel nach Köln konnte ich das Buch (fast) nicht mehr aus der Hand legen. Leider wanderte das Lesezeichen viel zu schnell nach hinten. Ich hätte Hilde und ihre Freunde gerne noch weiter begleitet.
Die Handlung und auch die Personen sind glaubwürdig - eben wie im wahren Leben.

Ein rundum gelungenes Buch. Ich würde mich freuen wenn es eine Fortsetzung gäbe.

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen

Freitag, 10. April 2015

Die Ärztin von Tsingtau

Die Ärztin von Tsingtau

von

Sibylle Spindler



Taschenbuch, 496 Seiten
ISBN 978-3-7466-3092-2

Klappentext:
Eine Liebesgeschichte in den Wirren der Revolution

Im Jahre 1910 reist die junge Marie von Berlin nach Tsingtau, der Hauptstadt der deutschen Kolonie in China. Sie will die neue Heimat ihres Vaters kennenlernen, bevor sie eine Stelle als Ärztin antritt. Tsingtaus Gesellschaft ist glamourös, und Philipp von Heyden, ein Marinearchitekt, macht ihr den Hof. Doch der schöne Schein trügt. In China drohen Unruhen – Du Xündi, ein Revolutionär, öffnet Marie die Augen und erobert ihr Herz. Trotz Philipps Warnung gerät sie in einen gefährlichen Sog von Gewalt – und sie muss sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht.

Ein Epos über eine Deutsche und das exotische China zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Mein Leseeindruck:
Die Kolonie Tsingtau des deutschen Kaiserreiches in China ist der Handlungsort dieses Buches.
Marie besucht nach ihrem Medizinstudium in Berlin ihren Vater, der in der Kolonie stationiert ist. Das Schutzgebiet ist ein kleines Stück Deutschland im fernen China. Chinesische Angestellte sind an der Tagesordnung aber ansonsten bleiben die Deutschen unter sich. Marie ist neugierig und nimmt auch schnell Kontakt zu Chinesen auf. Vor allem das Leben der chinesischen Frauen interessiert sie. Sie bietet ihre Hilfe als Ärztin an, da sich die einheimischen Frauen nicht von Männern untersuchen lassen wollen. Für die Chinesen sind die Europäer Teufel. Zwei Kulturen prallen aufeinander und das geht nicht ohne Reibereien ab. Dazu kommen die Unruhen in China. Marie nimmt Chinesischunterricht bei Du Xündi und lernt durch ihn die chinesische Sichtweise kennen.
Immer treu an ihrer Seite steht Philipp von Heyden, der ebenfalls in Tsingtau stationiert ist.

Die Figur der Marie hat mir sehr gefallen. Eine junge Frau, die ihren Weg geht. Sie hat studiert und will als Ärztin arbeiten. Heiraten steht für sie zu diesem Zeitpunkt nicht zur Debatte. Sie hilft Menschen ohne Rücksicht auf deren Herkunft und gerät dadurch so manches Mal in Schwierigkeiten. Ihr Vater würde es lieber sehen wenn sie sich mehr zurückhält. Philipp von Heydens Interesse an Marie ist sehr deutlich zu spüren aber sie nimmt es nicht wahr.

Ein historischer Roman mit einer stimmigen Handlung. Ich habe wieder etwas dazugelernt und das Buch war viel zu schnell zu ende gelesen.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Eine alte Karte im Hintergrund und eine Frauengestalt von hinten. Passt zum Inhalt des Buches.

Der Roman bekommt von mir 5 von 5 Sternen.



Donnerstag, 2. April 2015

Wanderbuchaktion



Das Buch "Gloria und die Liebenden von Verona" wird auf Reisen geschickt.
Eine Wanderbuchaktion auf bloggerrunde.dryas.de.

Ich kenne das Buch schon, aber vielleicht hat ja jemand Lust mitzumachen.

Hier der Link:  wanderbuchaktion-wir-schicken-gloria-und-die-liebenden-von-verona-auf-reisen


Montag, 30. März 2015

Voran, voran, immer weiter voran (Ryan Bartelmay)

Voran, voran, immer weiter voran

von

Ryan Bartelmay
 Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 432 Seiten,
ISBN: 978-3-89667-526-2

Klappentext:
Amerikanischer Mittelwesten, Anfang der 1950er-Jahre: Chic Waldbeeser hat gerade seine Highschool-Liebe Diane geheiratet und sieht hoffnungsfroh in eine Zukunft als Familienvater und Eigenheimbesitzer. Sein Bruder Buddy ist ein ruheloser Geist, dem es schwerfällt, seinen Platz im Leben zu finden und sesshaft zu werden, und der nicht weiß, dass seine Frau Lijy ihr eigenes Geheimnis hütet. Über fünfzig Jahre hinweg werden die beiden Brüder versuchen, trotz aller Schicksalsschläge und Niederlagen immer weiterzumachen. Und Chic wird im Alter noch eine letzte Chance bekommen, sein Glück zu finden.

Mein Leseeindruck:
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht und ich habe das Buch mit Lust angefangen zu lesen. 
Voran, voran, immer weiter voran – das war für mich das Motto beim Lesen dieses Buches. Ich habe mich wirklich durchgequält. Es fing schon schleppend an und wurde nicht besser.

Die Geschichte der beiden Brüder Chic und Buddy beginnt in den 50ern und eigentlich reiht sich Problem an Probelm. Auch die Zeitsprünge in der Geschichte machen es nicht interessanter. Ich bin das ganze Buch hindurch mit keinem der Protagonisten warm geworden.

Ich lese selten zwei Bücher gleichzeitig aber hier habe ich nach 60 Seiten mit einem andern Buch angefangen. 

Damit das Buch nicht in meinem Bücherregal versauert, werde ich es der örtlichen (ehrenamtlich geleiteten) Bücherei schenken. Es gibt bestimmt Menschen, die es gerne lesen - denn: Geschmäcker sind zum Glück verschieden!

Ich habe das Buch bei vorablesen.de gewonnen.


Freitag, 27. März 2015

Sündenbock (mein Leseeindruck)

Sündenbock

Judith Arendt




Kriminalroman
Taschenbuch Broschur
304 Seiten
ISBN-13 9783548285658
Erschienen: 06.03.2015
Klappentext:
Im Zweifel für die Unschuld - der zweite Fall für Schöffin Ruth Holländer
Ein Jahr ist Ruth Holländer bereits Schöffin, aber dieses Ehedrama erschüttert sie besonders: Rentner Jürgen Dombroschke ist angeklagt, seine an Parkinson erkrankte Frau vergiftet zu haben. Ein deprimierender Fall, bei dem alles klar zu sein scheint. Doch Ruth spürt, dass ein Puzzleteil fehlt. Hin und her gerissen zwischen Schöffinnendasein und Privatleben, hört Ruth sich – gegen den Rat ihres Freundes, Staatsanwalt Hannes Eisenrauch – ein bisschen um. Auch in Dombroschkes Schrebergarten. Und entdeckt die dramatische Wahrheit …



Mein Leseeindruck:

Ein Krimi, der da anfängt wo andere aufhören: bei der Gerichtsverhandlung.
Ruth Holländer ist als Schöffin für den ungeklärten Tod der schwer erkrankten Margit Dombroschke eingeteilt worden. Die Frau ist vergiftet worden und alles deutet auf den Ehemann als Täter hin. Ruth ist nicht überzeugt, dass der richtige Täter vor Gericht steht obwohl alles gegen ihn spricht. Ruth ermittelt selbst, nachdem die Verhandlung ausgesetzt wurde. Weshalb das passiert möchte ich hier nicht verraten.......
Ruths Privatleben ist turbulent genug, auch ohne den Mord.
Obwohl ich den ersten Band „Opferlamm“ noch nicht gelesen habe hatte ich keine Probleme der (privaten) Geschichte zu folgen. Inzwischen habe ich mir den ersten Band gekauft!
Der Mordfall ist stimmig und die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Auch das Ende überrascht unerwartet (zumindest mich).
Der Schreibstil gefällt mir, flüssig zu lesen. Ich hätte den Krimi liebend gerne in einem Zug durchgelesen aber der Mensch muss auch mal schlafen.
Am Anfang des Buches habe ich einmal gedacht: „Erwischt! The lion sleeps tonight ist noch nicht so alt“. Aber die Autorin hat gut recherchiert und ich weiß jetzt auch wie lange es den Song schon gibt. Wieder was dazu gelernt.
Den einzigen (kleinen) Minuspunkt gibt es für das Cover. Das hat nun absolut nichts mit der Handlung und dem Handlungsort Berlin zu tun.

Ich habe dieses Buch bei vorablesen.de gewonnen.




Dienstag, 24. März 2015

"Die Ärztin von Tsingtau" - mein Gewinn ist angekommen

Beim Bloggeburtstag von Lesezeit habe ich ein Buch gewonnen.

Heute ist es angekommen und es kam nicht alleine.

Drei Lesezeichen waren dabei, die bei mir immer Mangelware sind. Oder besser gesagt, meine Lesezeichen sind nie da wo ich sie brauche.

Fünf Postkarten, die zum Teil neue Bücher vorstellen. Sicher haben diese von mir Postkarten genannte "Teile" einen eigenen Namen, den ich aber nicht kenne.

Das Buch "Die Ärztin von Tsingtau" von Sibylle Spindler (494 Seiten mit kleiner Schrift - da werde ich wohl mit Brille lesen müssen).





Donnerstag, 19. März 2015

Gloria und die Liebenden von Verona (Rezension)

Gloria und die Liebenden von Verona

von

Marlene Klaus



Taschenbuch, 220 Seiten,
ISBN: 978-3-940855-58-9


Klappentext:
Nach dem plötzlichen Tod ihres Geliebten begibt sich Gloria auf Reisen. Doch bevor sie Verona, ihre erste Station, erreicht, wird ihre Kutsche von einer in Tränen aufgelösten Italienerin gestoppt. Sie berichtet von einem Duell und einem Toten und bittet um Hilfe. Aber nicht nur der Tod des einen Duellanten wirft Fragen auf, der andere ist außerdem spurlos verschwunden.
Gloria geht der Sache nach und erhält unerwartete und unwillkommene Hilfe von einem Landsmann, Alexander Lyndon. Obwohl der wenig sympathisch auftretende Lord sie von ihrer Suche abbringen möchte, erweist er sich schließlich doch noch als nützlich – was Glorias Meinung über ihn ändert, aber nur ein bisschen ..

Mein Leseeindruck:
Der Schreibstil passt sich dem viktorianischen Zeitalter an - schön "altmodisch". Über die handelnden Personen, neben den beiden Frauen ist das Lord Lyndon, wird im Laufe der Geschichte immer mal wieder etwas verraten. Auch das passt wunderbar zum Stil der Geschichte.
Gloria steht der Verlobten des verschwunden Duellanten zur Seite. Glorias Geliebter ist in England ebenfalls bei einem Duell getötet worden. Um diesen Verlust zu verschmerzen ist sie mit ihrer Tante auf Europareise gegangen.
Lord Lyndon kommt rüber wie ein typischer englischer Gentleman - nur immer die Etikette wahren. Köstlich!
Der Kriminalfall ist stimmig und wird erst ganz am Ende aufgelöst, also Spannung bis zum Schluss.
Ich will nicht zu viel verraten, aber fürs Herz ist auch etwas dabei.......

Ein Buch, bei dem das Ende zu schnell kam. Die letzen Worte: Fortsetzung folgt (was mich freut).



Freitag, 13. März 2015

Die Königin der Orchard Street (Rezension)

Die Königin der Orchard Street

von

Susan Jane Gilman


Gebunden, 600 Seiten
ISBN: 978-3-458-17625-1 

Inhalt:
Malka, die Tochter jüdischer Russen, will mit ihrer Familie nach Südafrika auswandern. Der Vater verspricht sich von Amerika mehr und tauscht kurzerhand die Tickets um.
Die Familie kämpft in New York gegen Armmut und Hunger. Der Vater verschwindet eines Tages und Malka wird von der Mutter nach einem schweren Unfall im Stich gelassen. Fortan lebt sie bei der italienischen Familie Dinello und lernt dort das Handwerk des Eismachens.
Mit ihrem Mann Bert gründet sie eine eigene Eismarke und wird durch diese berühmt.

Mein Leseeindruck:
Ein vom Anfang bis Ende spannendes Buch. Ich habe viel über die Auswanderer in Amerika gelernt. Es ist nicht immer das Land wo Milch und Honig fließen. Es wird viel betrogen und jeder versucht für sich und seine Familie das Beste herauszuholen.
Malka, die Protagonistin, hat Glück im Unglück als sie nach einem Unfall von „Papa Dinello“ aufgenommen wird. Ihre Mutter hat sich geweigert ein verkrüppeltes Kind aus dem Krankenhaus mit nach Hause zu nehmen. Bei den Dinellos hat Malka zumindest ein Dach über dem Kopf und genug zu essen. Bei der täglichen Arbeit lernt sie das Eismachen. Sie darf sogar zur Schule gehen. Sie nimmt den Namen Lillian an.
Die Handlung der Geschichte geht von 1913 bis in die 80er Jahre und wechselt laufend zwischen den Zeiten. Das ist aber nicht störend sondern passt zur Lebensgeschichte dieser raffinierten Geschäftsfrau. Sie schreckt auch nicht vor kriminellen Machenschaften zurück.
Meine Lieblingsfigur ist der „Papa Dinello“, ein typischer italienischer Familienvater.
Gerade aus diesem Grund schwanke ich zwischen Bewunderung und Ablehnung der Figur Malka/Lillian, Ich möchte im wahren Leben nicht mit dieser Frau zu un haben wenn sie auf der anderen Seite steht.

Das Cover:
Ein gelungenes Foto für dieses Buch. Mir hätte der englische Originaltitel „The Ice Cream Queen of Orchard Street“ besser gefallen.

Ein rundum gelungenes Buch. Unterhaltsam, spannend und lehrreich.

Ich habe diese Buch bei vorablesen.de gewonnen.

Sonntag, 8. März 2015

Alte Buchschätzchen

Ich habe diesen "Nebenblog" rund ums Lesen eröffnet.

Zur "Eröffnungsfeier" möchte ich Euch meine alten Bücherschätzchen vorstellen.

Beim Renovieren tauchten hier und da alte Bücher auf, die jetzt in einem alten Schrank in der guten Stube (Wohnzimmer) stehen/liegen.


Ein Maidensommer von Herta Sellschopp
Verlag: Georg Westermann, 1941
Ein Geschenk zu Konfirmation meiner Schwiegermutter.

Sommertage im Försterhaus von Erich Kloss
Vier Tannen Verlag, 1950.
Dieses Buch hat die Tante meines Mannes ihrem Bruder zum 13. Geburtstag geschenkt. Dann kam das Buch zur Schwester meines Mannes und verbliebt bei deren Auszug hier im Haus.

Der kleine Grenzverkehr von Erich Kästner
Bertelsmann Lesering ohne Erscheinungsdatum.


Wolckenkuckucksheim von Adele Elkan
Enßlin & Laiblins Verlagsbuchhandlung, Reutlingen, 1927
Auch dieses Buch ist durch mindestens drei Hände gegangen (Namenseinträge)

Evangelisch-lutherisches Gesangbuch "Ich und mein Haus, wir wollen dem Herren dienen"
Druck und Verlag der Schlüterschen Buchdruckerei, Hannover, 1891 
Das Gesangbuch meiner Schwiegermutter (Konfirmation?)

Landarbeit leicht gemacht von Dr. Ernst Schneider
Landbuch Verlag, Hannover, 1949


Unser Acker von Karl Dieckmann
Verlag von Paul Paren in Berlin, 1940
Das Buch gehörte meinem Schwiegervater, wir vermuten als Lehrbuch in der Landwirtschaftsschule.


Dr. Oetker Schul=Kochbuch
Hier fehlen leider die esten 16 Seiten. 



Udyta von Josef Wiessalla
Büchergilde Gutenberg Berlin, 1940




Praktisches Kochbuch von Henriette Davidis-Holle
Verlag von Velhagen & Klasing, Bielefeld und Leipzig, 1918
Dieses Buch hat die Oma meines Mannes von ihrere Familie, wahrscheinlich zur Verlobung, bekommen.



Das Rechnen und Messen in Landwirtschaftsschulen und Bauernhöfen von Dr. J. Brokamp
Verlag von Carl Meyer (Gustav Prior) Hannover, 1939
Dieses Buch hat ebenfalls einen familienfremden Namenseintrag. Kam wahrscheinlich durch Weitergabe ins Haus.

In den beiden Kochbüchern gibt es viele gute, alte Rezepte. Unter anderem mehrere für Trüffel. Die gab es hier früher scheinbar so häufig, dass die Hausfrau sie als Gemüse zubereiten konnte. So ändern sich die Zeiten!