Dienstag, 7. März 2017

Mein Leseeindruck: Das Erbe von Carreg Cottage




 Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten
 ISBN: 978-3-442-48476-8 
 Erschienen: 13.02.2017 
 Verlag: Goldmann


Inhalt:
Lilian, kurz Lili, Gray erbt ein Pilger-Cottage in Wales und da sie ihr Cafe in Schottland schließen musste nimmt sie die Herausforderung an. Das alte Cottage zieht Lili in ihren Bann und sich spürt, dass da noch mehr ist.

Mein Leseeindruck:
Das Buch hat zwei Handlungsstränge. In der Gegenwart ist Lili die Hauptprotagonistin und in der Vergangenheit im Jahre 641 ist es die Druidentochter Meara.
Beide Lebensgeschichten haben mich in ihren Bann gezogen. Lili, die sehr sympathisch ist aber Schwierigkeiten mit zwischenmenschlichen Beziehungen hat, ist mir gleich ans Herz gewachsen. Sie bricht in Schottland alles ab und fährt mit ihrem Hund Fizz nach Wales wo sie ein altes Cottage geerbt hat. Damit scheinen nicht alle Bewohner einverstanden zu sein und Lili bekommt dies zu spüren. Aber sie findet auch schnell Freunde die ihr helfen.
Meara, die ihre ganze Familie verloren hat, lebte 641 in dem Cottage und hat dort ihre Liebe gefunden. Auch sie war mir gleich sympathisch.
Beide Frauen haben Widersacher und müssen leiden und beide finden ihren Weg.
Die Hauptpersonen der Gegenwart und der Vergangenheit sind vorne im Buch vermerkt. Mir hat es geholfen, gerade bei den Personen in der Vergangenheit.
Das Cover passt gut zur Geschichte.
Die Autorin, Constanze Wilken, merkt man die Liebe zu Wales an. Ein persönliches Nachwort klärt den Leser über reale Handlungplätze auf.

Fazit:
Ein Roman der Vergangenheit und Gegenwart zu einer lesenswerten Geschichte vereint.




Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde

Sonntag, 26. Februar 2017

Rezension: Sturm über New Orleans



ISBN: 978-3-453-67716-6 
Taschenbuch, Klappenbroschur, 576 Seiten
 Erschienen: 09.01.2017 
 Verlag: Heyne Hardcore
 
 
 
 
Verlagsinfo:
Hurrikan Katrina trifft New Orleans mit voller Wucht. In der überfluteten Stadt treiben Leichen umher, und die Menschen versuchen panisch, ihr Hab und Gut zu retten. Die Häuser sind verlassen, der Strom ist weg und keine Spur mehr von Recht und Ordnung. Ein tiefer Graben des Misstrauens trennt die weiße und die schwarze Bevölkerung, während Hilfe der Behörden auf sich warten lässt. Inmitten dieses Szenarios soll Dave Robicheaux die Vergewaltigung an einem jungen Mädchen aufklären und einen verschwundenen Priester finden. Dabei müsste er sich viel dringender um den Gründer einer Bürgerwehr kümmern, der wesentlich gefährlicher ist als die vielen Verbrecher, die damit beschäftigt sind, die Stadt zu plündern. 
 
 
Mein Leseeindruck:
Der Hurrikan Katrina überNew Orleans, das hat mich zu dem Buch greifen lassen. 
Die Handlung setzt erst nach dem Hurrikan richtig ein und dann hatte ich einige Schwierigkeiten die vielen Handlungsstränge zu "sortieren". Viele Protagonisten tauchten auf und gleich wieder unter. Die Hauptfigur Save Robicheaux hat erst nach knapp 100 Seiten ihren ersten Auftritt. Ein Vietnamveteran, Exalkoholiker und Polizeiermittler. Die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Polizisten Clete Purcel, der als Privatdedektiv arbeitet, bedient für mich voll das Klischee eines Krimis aus den Südstaaten der USA. 
Durch die vielen Handlungsstränge leidet die Geschichte etwas, hat zu viele Längen. Auch das Ende ist für mich nicht so richtig stimmig.
Mir hat auch das Flair der Stadt New Orleans gefehlt. Eigentlich ist New Iberia der Haupthandlungsort.
 
 
Mein Fazit:
Mich hat der Krimi nicht überzeugt, das Lesen war durch die vielen Handlungsstränge eher  anstrengend. Aber James Lee Burke versteht es den Protagnisten ein Gesicht zu geben.
Eine Lektüre, die etwas mehr Aufmerksamkeit des Lesers erfordert.
 
 
Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde

Freitag, 17. Februar 2017

Rezension: Der Ruf der Bäume




Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 320 Seiten
 ISBN: 978-3-8135-0723-2 
 Erschienen: 16.01.2017
Verlag: Knaus 

Amerika im 19. Jahrhundert. Wie viele andere ziehen auch James und Sadie Goodenoug mit ihren Kindern nach Westen um ein neues Leben zu beginnen. Sie kommen nicht weit und bleiben im Black Swamp, einem Sumpfgebiet in Ohio um dort eine Farm zu gründen. Die Siedler müssen mindestens 50 Obstbäume auf ihrem Land pflanzen um es behalten zu können. James und Sadie entscheiden sich für Apfelbäume. Nicht nur der Streit zwischen James und Sadie ob nun Essäpfel oder Mostäpfel die bessere Wahl sind zehrt an der Familie. Das Sumpffieber kostet 5 ihrer Kinder das Leben und Sadie verfällt dem Alkohol.
Der zweite Teil berichtet vom Leben des Sohnes Robert der die elterliche Farm nach einem verhängnisvollem Streit verlässt und es bis an die Westküste Amerikas schafft. 
Viel mehr möchte ich nicht über die Geschichte verraten. 

Die Geschichte selber wird durch einseitige Briefe von den Geschwistern Robert und Martha unterbrochen, die nie oder spät beim anderen ankommen. Hier ist der zeitlich Ablauf nicht stimmig. Die Handlung folgt zum Teil nach den Briefen und erst dann versteht man einzelne Passagen.

Über das harte Leben der Siedler im Black Swamp erfährt man viel und auch wie aus Mostäpfel Alkohol wird. Aber neben den düsteren zeigt der Roman auch schöne Seite. Als Robert die Mammutbäume sieht konnte ich mit ihm die Freude fühlen. Die Natur, die sich nicht den Menschen beherrschen lässt, spielt eine große und schöne Rolle im Buch.

Am Anfang des Buches informiert eine Karte über das Amerika anno 1850. Auf den letzten Seiten findet sich eine Auflistung historisch belegter Personen.

Der Schutzumschlag ist in Brauntönen gehalten nur der rote Apfel sticht heraus.

Mein Fazit:
Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die mehr über amerikanische Siedler im 19. Jahrhundert lesen möchten. Es ist keine schöne aber eine kraftvolle Geschichte.



Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde



Sonntag, 12. Februar 2017

Rezension: Minus Drei & die wilde Lucy - der große Vulkan-Wettkampf





 Gebundenes Buch, Pappband, 80 Seiten
Farbige Illustrationen von Ute Krause
 ISBN: 978-3-570-17400-5 
 Verlag: cbj  
 Erschienen: 24.10.2016 


Minus Drei und die wilde Lucy habe eine eigene Reihe bekommen und dieses Buch ist das erste von hoffentlich noch vielen folgenden.

Der kleine Saurier Minus Drei lebt mit seinen Eltern in Farnheim. Dieses Jahr möchte Minus Drei mit der wilden Lucy den Vulkan-Wettkampf gewinnen. Der Hauptpreis, eine Urlaubsreise mit der ganzen Familie, käme ihm gerade recht denn seine Eltern verdienen nicht viel mit ihrem Kräuterladen. Der Wettkampf wird von den Sauriern und ihren Haustieren ausgetragen. Das Urmädchen Lucy hat beim Sackhüpfen, Schwimmen und Hindernislauf keine großen Chancen zu siegen.
Da haben Großonkel und Großtante Drei eine Idee: sie tauschen Lucy gegen einen Saurier ein.........

Mein Leseeindruck:
Ich habe dieses Buch meinen Enkeln vorgelesen und genau wie ich waren sie begeistert von der Geschichte um Minus Drei und die wilde Lucy.
Es geht um gewinnen und wer möchte das nicht? Meine Enkel haben mitgefiebert und Lucy die Daumen gedrückt, dass ihr Training Erfolg zeigt.
Als dann Großonkel und Großtante Drei Lucy gegen einen stärkeren und schnelleren Saurier eintauschten war die Entrüstung bei meinen kleinen Zuhörern groß. Man tauscht doch nicht einfach ein geliebtes Haustier gegen ein anderes ein! Minus Drei ist entsetzt als er von dem Tausch erfährt - zu Recht, in den Augen der kleinen Zuhörer. Großonkel und Großtante Drei haben es doch nur gut gemeint aber es gibt für alle ein Happy End.

Schon die kleinen Kinder verstehen, dass Freundschaft wichtiger ist als ein Sieg in einem Wettkampf.
Eine schöne Geschichte um Freundschaft mit wunderschönen Illustrationen. Auf der ersten und letzten Seite kann man zusammen mit den Kindern Farnheim erkunden.

Ich und meine Enkel warten voller Spannung auf das nächste Abenteuer von Minus Drei und der wilden Lucy.

Die Minus Drei- Reihe:
1. Minus Drei wünscht sich ein Haustier
2. Minus Drei und die laute Lucy
3. Minus Drei und der Zahlensalat
4. Minus Drei macht Party
5. Minus Drei geht baden (meine Rezension des Hörbuches)




Montag, 6. Februar 2017

Rezension: Ein Schloss in der Normandie (Ulrich Wickert)






Autor: Ulrich Wickert
Taschenbuch, Broschur, 320 Seiten
 Erschienen: 09.01.2017 
 ISBN: 978-3-453-41866-0 
 Verlag: Heyne

Zwei Frauen fliehen aus einer psychiatrischen Klinik, die in einem Schloss in der Normandie untergebracht ist. Eine der beiden Frauen war nicht freiwillig dort. Ihr Ziel ist Paris und um es zu erreichen stehlen sie ein Auto.
Zeitgleich arbeitet der Untersuchungsrichter Jacques Ricou an einer Klage gegen mehrere afrikanische Staaten. Unter anderem gegen den Staatspräsidenten von Äquatorialguinea. Von mehrere Seiten wird er bedrängt diese Klage nicht weiterzuverfolgen.

Mein Leseeindruck:
Ein Krimi von Ulrich Wickert, der sich als ehemaliger Tagesthemen-Moderator und Frankreich-Korrespondent gut in der Politik unseres Nachbarlandes auskennen sollte – das hat mich gelockt. Es war für mich das erste Buch der Reihe und ich bin gut mit den Hauptprotagonisten zurecht gekommen. Es gab keine Rückblenden auf „alte Fälle“ die nicht erklärt wurden. Das Schloss in der Normandie ist Teil 6 der Reihe.
 
Die ganze Handlung dreht sich um das „große Geld“ und Machenschaften zwischen afrikanischen Staatsmännern und französischen Politikern und Mächtigen (Einflussreichen) des Landes. Wer wen mit Geld schmiert, seine Macht und sein Wissen einsetzt. Die Handlung ist spannend aber manchmal etwas flach, z.B. die Beziehung zwischen Jacques und seiner Freundin Margaux.

Was im Schloss in der Normandie passiert ist abenteuerlich – so wie es beschrieben wird habe ich ein dubioses Versuchslabor vor Augen. Außerdem passt das Coverbild gar nicht zu dem beschriebenen Schloss. Es ist mindestens dreistöckig (in der Handlung so beschrieben) und das Haus auf dem Bild ist alles andere als ein Schloss.

Das Buch hat für mich einerseits eine spannende Handlung, ihm fehlt aber die persönliche Tiefe. Ein Krimi mit Höhen und Tiefen und einem „falschen“ Coverbild.
 
 
 
Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde

Sonntag, 29. Januar 2017

Rezension: Gesundheit in unseren Händen (Kim da Silva)


 
 
ISBN: 978-3-8094-3685-0 
 Paperback, Broschur, 256 Seiten
 Erschienen: 19.12.2016 
 
 
Mit Mudras zu mehr Lebenskraft - so verspricht es das Buch.
Ich musste mich erst mal informieren was ein Mudra ist. 
Es ist eine symbolische Handgeste die im alltäglichen Leben (z.B. Namaste als Grußgeste), in der Religion und im indischen Tanz Anwendung findet.
Zitat Klappentext: Kim da Silva beschreibt in diesem Buch 75 Mudras zur Behandlung unterschiedlichster Beschwerden und Störungen des menschlichen Körpers.
 
Die Beschwerden und Körperregionen sind übersichtlich geordnet und die entsprechenden Mudras mit einem erklärendem Bild gut beschrieben. Mit gefällt, dass die Informationen ausreichend aber nicht zu theoretisch sind. Es ist ein Buch für Einsteiger in die Lebenskraft der Mudras und mehr soll und will es auch nicht sein.
 
Ich habe für mich passende Mudras herausgesucht und nur meine durch Rheuma beeinträchtigten Finger haben es mir etwas schwer gemacht. Man braucht doch willige Hände und etwas Beweglichkeit (die ich nicht immer habe). Trotzdem habe auch ich etwas für mich gefunden.
 
Ein Ratgeber, der durch einfache Bilder schon fast selbsterklärende Mudras bietet.
Nur nicht unbedingt für Menschen mit Beeinträchtigungen der Hände (Rheuma).
 
 
Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde

Mittwoch, 18. Januar 2017

Rezension: Beim Dehnen singe ich Balladen (Jürgen von der Lippe)




ISBN: 978-3-328-10036-2 
 Taschenbuch, Broschur, 224 Seiten
 Erschienen: 12.12.2016 
 Verlag: Penguin  




Verlagsinfo:
Kant hat die Ehe auch als einen Vertrag zur wechselseitigen Nutzung der Geschlechtsteile bezeichnet. Das ist natürlich Quatsch, findet Jürgen von der Lippe. Ein Vertrag enthält schließlich immer eine Garantie. Und welche Frau würde diese nicht nach kurzer Zeit in Anspruch nehmen, den Mann zurück zu seiner Mutter bringen und sagen, hier nimm ihn zurück, er ist ein Mängelexemplar?

Sie sind böse, sie sind abgründig, sie sind dreist und blitzgescheit, vor allem aber überraschend und schmerzhaft komisch: die neuesten Kurzgeschichten und Glossen von Altmeister Jürgen von der Lippe, der sich einmal mehr selbst übertroffen hat.

Mein Leseeindruck:
Ich muss vorwegschicken, dass ich ein Fan von Jürgen von der Lippe bin. Bis jetzt kannte ich ihn nur aus Fernseh und Radio und sein Humor ist einfach "meiner". Die Geschichten zu lesen ist etwas anderes als der Stimme von Jürgen von der Lippe zu lauschen und das Buch am Stück zu lesen war fast zu viel des Guten. Aber ein Buch hat den großen Vorteil, dass man es zur Seite legen kann um dann zu einem späteren Zeitpunkt wieder danach zu greifen.
Das Buch abends im Bett zu lesen war kein guter Gedanke. Ich konnte mir das Lachen nicht immer verkneifen und musste dann meinem Mann die Geschichte vorlesen - so hatten wir beide etwas davon.
Gut, einige Geschichten (Witze) kannte ich schon aber das hat mein Lesevergnügen nicht gemindert.

Das Cover mit einem Bild von Jürgen von der Lippe und einem Affen gefällt mir einfach gut.

Mein Fazit:
Ein Buch, dass man nicht ins Bücherregal stellen sondern immer griffbereit liegen haben sollte. Es findet sich überall und immer Zeit eine der Geschichten zu lesen.


Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde