Donnerstag, 20. Juli 2017

Sie haben ihr Ziel erreicht (mein Leseeindruck)



Taschenbuch, 255 Seiten
Verlag: Tinte & Feder


Erwin, Willi und Justus, drei "reife" Männer planen einen Wellnessurlaub. Befreundet sind sie seit ihrer gemeinsamen Schulzeit, halten zusammen und sorgen sich umeinander. Jetzt soll Erwin nach dem Tod seiner Frau auf andere Gedanken gebracht werden und so wird eine Woche Urlaub in einem noblen Wellnesshotel in Bayern geplant. Leider hat Erwin bei der Buchung kein glückliches Händchen und die Männer müssen ihren Urlaub anstatt im Nobelhotel in einer Kuranstalt in einem Nachbarort antreten. Auch sein Navi macht nicht unbedingt das was Erwin von ihm erwartet. Trotz der holländischen Ansagen kommen die drei Freunde im Kurhotel Erika an. 
Ihre Urlaubswoche gestaltet sich mehr als turbulent.

Mein Leseeindruck:
Erwin der noch immer um seine tote Frau trauert droht zu einem Eigenbrötler zu werden und seine beiden Freunde Justus und Willi versuchen ihn mit dem Wellnessurlaub aufzumuntern. Beim Aufenthalt versucht Erwin sich als Hobbydedektiv.
Willi ist ein Hobbyhandwerker dessen Reparaturversuche nicht immer von Erfolg gekrönt sind. Der Hausmeister des Kurhotels Erika kann ein Lied davon singen.
Justus versucht seine drohende Pleite vor den Freunden zu verbergen. Das gelingt ihm allerdings nicht. 
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und es gab viel zum Schmunzeln. Manchmal war es mir schon zu vorhersehbar, zu klischeehaft. Trotzdem habe ich mich gut amüsiert.

Mein Fazit:
Ein Buch für den Sommer im Strandkorb oder im eigenen Garten. Vielleicht eher etwas für Männer (?).








Ich danke Friedrich Kalpenstein und LOVELYBOOKS.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde


Donnerstag, 13. Juli 2017

Ein unmöglicher Mord (mein Leseeindruck)




ISBN: 978-3-940258-69-4
Taschenbuch, 288 Seiten
Verlag: Dryas


Der Literaturprofessor John Stableford besucht mit seiner Frau Harriet den Schwiegervater in Upper Biggins in Yorkshire. Dem geplanten ruhigen Urlaub steht allerdings ein neuer Kriminalfall für den durchaus erfolgreichen Hobbyermittler Stableford im Wege. Sein Freund Dr. Holmes, der sich zu Besuch in der Nachbarschaft befindet, bittet ihn um Mithilfe bei einem geheimen Fall.
Der Zusammenbruch des Hausherrn beim abendlichen Bankett bleibt nicht der einzige Zwischenfall.
Und schon ist Stablefords Talent als Ermittler gefragt.

Mein Leseeindruck:
John Stableford spielt gerne Golf und auch in diesem Buch ist Golf ein Thema. Für alle Nichtgolfer (wie mich) ist am Ende des Buches ein "kleines Golf-Glossar" angefügt. Und keine Angst, es geht nicht nur um Golf. 
Damit man sich ein Bild von dem Golfplatz auf Annandale Grange (dem Tatort) machen kann ist am Schluss des Buches eine Karte angefügt. Ich liebe solche Karten. Sie erleichtern mir das Zurechtfinden und in diesem Fall ist das für die Lösung wichtig.
John Stableford ist ein Gentleman mit Eigenheiten, behält gerne seine Überlegungen für sich - bis er die Lösung hat. In diesem Fall lässt die Lösung sehr lange auf sich warten und es werden für den Leser viele Spuren gelegt, die dann wieder im Sande verlaufen.
Stabelford zur Seite steht seine Frau Harriet, die er bei seinem ersten Fall kennen- und lieben gelernt hat. Sie weiß die Eigenheiten ihres Mannes zu nehmen obwohl sie ab und zu daran verzweifelt.
Percy Holmes, der zusammen mit Stableford im Geheimen für die Regierung arbeitet, vervollständigt das "Ermittlerteam". Er schätzt den scharfen Verstand seines Freundes Stableford.

Der Schreibstil von Rob Reef ist flüssig zu lesen und den 30er Jahren angepasst. Spannend vom Anfang bis zum Ende, mit vielen Hinweisen für den mitratenden Leser. Das Lesen macht einfach Spaß, auch weil der Fall erst zum Ende des Buches gelöst wird. Das Buch kommt ohne blutige Schilderungen aus. 

Mein Fazit:
Ein Krimi im klassischen englischen Stil mit Herz und Köpfchen - so kann (muss) es weiter gehen.

Stabelford-Reihe:
Stableford - ein Krimi aus Cornwall 
Das Geheimnis von Benwick Castle - ein Stableford-Krimi aus Schottland.




 
Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares im Rahmen einer Leserunde bei LovelyBooks.de/
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde




 

Freitag, 7. Juli 2017

Nordsee - Kultur, Geschichte, Bilder (mein Leseeindruck)



ISBN: 978-3-7913-8323-1 
 Gebundenes Buch, Pappband, 240 Seiten, 24,0 x 28,5 cm
 Verlag: Prestel 


Der in Oxford lebende Sachbuchautor James Attlee hat die Geschichte der Nordsee und der anliegenden Ländern Norwegen, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Belgien und Frankreich zu einem schönen Buch zusammengefasst.

Anekdoten, Zitate und Gedichte bringen dem Leser das Leben an und mit der Nordsee näher. Es geht um Schifffahrt, Fischerei, Handel, historischen Schlachten und nicht zuletzt um den Urlaub an der Nordsee.

Es finden sich Gemälde neben alten Ansichtskarten und Fotografien. Urlaubsbildern, die Freude und Spaß zeigen, Katastrophen und die wilde, ungezähmte Nordsee. Immer mit einem passenden Zitat, einer Anekdote oder einem Gedicht.

Die Bilder sind eine Art Zeitreise durch die Jahrhunderte. Jedes mit seinem eigenen Charme und eigener Geschichte. Ob es von Stein zu Stein hüpfende Mädchen in Zeeland von 1919 oder Bilder vom Chaos in Hemsey, Großbritannien nach dem Orkan Xaver 2013 sind. Man kann das Buch an einer beliebigen Stelle aufschlagen und in die Bilder eintauchen.  

Ich habe gestaunt, gelacht, war erschrocken und begeistert.

Ein wirklich schönes und beeindruckendes Buch über Kultur und Geschichte der Nordsee






Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde




 

Freitag, 30. Juni 2017

Ein Licht im Zimmer (mein Leseeindruck)





ISBN: 978-3-442-71429-2 
 Taschenbuch, Broschur, 352 Seiten
 Verlag: btb



Sergant Ohayon wird vorübergehend nach Bauge, einer Hafenstadt in der Bretagne, versetzt. Er soll die Gendarmerie verstärken und die erkrankte Chefin vertreten.
An einer Schule ist ein Leichenteil gefunden worden und schnell werden die chinesischen Arbeiter der Baustelle des Gezeitenkraftwerkes von der Bevölkerung verdächtigt. Dann wird auch noch eine Frau überfallen.

Mein Leseeindruck:
Es ist der dritte Band einer Reihe um Kommissar Colbert, der allerdings in diesem Buch fast gar nicht erscheint. 

Sergant Ohayon ist der Hauptprotagonist dieses Krimis und mit dem musste ich erst warm werden. Er hat eine eigene Art der Ermittlung, lässt die Menschen reden und fragt nach Nebensächligem. In seinerm Kopf geht es rund (Kopfkino) und die Puzzleteile finden nicht immer gleich ihren Platz.
Einen durchgängien Handlungsstrang konnte ich nicht immer erkennen. 

Die Protagonisten, neben Ohayon die anderen Polizisten der Gendarmerie Bauges, blieben seltsam blass. Nur die Gedanken von Ohayon füllten Seite um Seite. Spannend blieb es bis zum Schluss aber ich habe mich durchkämpfen müssen.

Der Fall, um den es nicht immer ging, war am Schluss dank Ohayon gelöst aber so richtig glücklich war ich nicht mit dem Ende.

Der Schreibstil hat mir nicht so gefallen, nicht fließend sondern eher angehakt.

Ich bin hin- und hergeriessen. Die Figur Ohayon hat mir gefallen, gerade weil er nicht der typische Ermittler ist. Das Lesen war zwischendurch eher anstrengend und nur die trotzdem vorhandene Spannung hat mich das Buch zu Ende lesen lassen.




 
Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde


 

Dienstag, 20. Juni 2017

Auweia - Schlimmer geht immer (mein Leseeindruck)




ISBN: 978-3-442-17657-1 
 Paperback, Klappenbroschur, 160 Seiten
 Erschienen: 15.05.2017 
Verlag: Goldmann 



 
Ein Sammelband mit Cartoons welche mir die Lachtränen in die Augen getrieben haben.
Unser (menschlichen) Marotten, teils auf Tiere übertragen, werden dem Leser vor Augen geführt. Sie sind nicht nur lustig sondern regen auch zum Nachdenken an. Das pralle Leben als Cartoon – herrlich!

Die Cartoon-Serie „Auweia“ mag dem einen oder anderen aus Tageszeitungen und Magazinen bekannt sein. Aber nicht nur für Fans dieser Serie ist dieses kleine rote Buch ein Genuss.
Neue, exklusive Cartoons bereichern diesem Buch.

Leider gibt es einen Haken: dieses Buch ist viel zu schnell durchgeblättert. 

Aber kein Mensch hindert mich daran es umzudrehen und von vorne zu beginnen. 

Was soll ich noch über dieses Buch schreiben? Selber gucken und genießen! 


Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
  Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde


Einfach frisch kochen (mein Leseeindruck)




ISBN: 978-3-517-09512-7 
 Paperback, Flexobroschur, 176 Seiten
 Erschienen: 06.03.2017 
 Verlag: Südwest 



Zitat: „Kochen beginnt da, wo das Rezept aufhört“

Gut, da habe ich ein Kochbuch mit einem solchen Satz am Anfang. Ich hatte erst Zweifel ob es das Richtige für mich ist. Nils Egtermeyer ist gelernter Koch und der hat natürlich das nötige Wissen um ohne Rezept, bzw. über das Rezept hinaus zu kochen.
Ich habe mich von dem Vorwort aber nicht schrecken lassen und weitergeblättert. Must-haves (Zitat) für der Küche, Tipps rund ums Kochen und „was wiegen Obst und Gemüse“. Gerade das hat mich überzeugt denn ich habe es bisher in keinem Kochbuch gefunden. Jetzt weiß ich, dass eine Kirschtomate 12 g und eine Strauchtomate 100 g (im Durchschnitt) wiegt.

Die Rezepte teilen sich auf in Suppen und Salate, Klein und vorab, Vegetarisch und Co., Fleisch und Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte, Cremig und süß.
Bei jedem Rezept sind im Untertitel „besondere“ Zutaten aufgeführt, z.B. Rinderfilet (Steinpilze, Frühlingszwiebeln, Süßkartoffeln). Zubereitungszeit und eine Einteilung in ganz einfach, etwas aufwendiger usw. machen Lust aufs Nachkochen. „Nils' Tipps“ ergänzen die Rezepte.
Ansprechende Fotos von den Gerichten vervollständigen die Seiten.
Wer auf der Suche nach Menü-Vorschlägen ist findet diese im Anschluss an die Rezepte.
Im Glossar sind Begriffe, unbekannte Zutaten & Hilfsmittel erklärt.

„Kochen beginnt da, wo das Rezept aufhört“ ist für mich eine Aufforderung es mit den Rezepten nicht so genau zu nehmen. Die eine oder andere fehlende Zutat durch etwas anderes zu ersetzen und Spaß am Kochen zu haben.

Dies ist kein Kochbuch für Anfänger, will es auch nicht sein, sondern „60 Rezepte mit Genuss“ für alle die Lust am Kochen haben.





Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
 
Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde
 

Sonntag, 18. Juni 2017

Der Sommer der schwarzen Schafe (mein Leseeindruck)





ISBN: 978-3-8090-2669-3 
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 416 Seiten
 Erschienen: 09.05.2017 
 Verlag: Limes 


Verlagsinfo:
Der heißeste Sommer aller Zeiten. Und eine englische Kleinstadt dreht durch ...
Eine ganz normale Straße in einer ganz normalen Vorstadt irgendwo in England. Als während eines ungewöhnlich heißen Sommers Mrs. Creasy verschwindet, wird hinter verschlossenen Türen und vorgehaltenen Händen getuschelt. Ist sie aus freien Stücken gegangen? Oder wurde Mrs. Creasy Opfer eines Verbrechens? Die beiden Mädchen Grace und Tilly beschließen, die Sache aufzuklären. Sie klopfen an Türen, stellen Fragen – und kommen dabei einem ganz anderen Geheimnis auf die Spur. Jeder hier scheint etwas verbergen zu wollen. Und als die Hitze immer drückender wird, drängt eine lange vergrabene Wahrheit ans Licht, die für alle Bewohner Konsequenzen haben wird ...

Mein Leseeindruck: 
Das Cover mit einer alten Damen und Schafen hat mich zu diesem Buch greifen lassen. Der Titel hat sein Übriges getan und nach dem Klappentext habe ich einen Krimi erwartet.
 
Gelesen habe ich über die Bewohner einer Straße, ihrem Alltag, ihren Sorgen und Freundschaften. Mrs. Creasy, eine Dame aus der Straße, ist plötzlich verschwunden und das ist ein ganz klein wenig Krimi. 
 
Die Geschichte wird teils in Ich-Form aus Sicht des Mädchens Grace erzählt. Eigentlich ist es die Geschichte der Avenue die hier auf zwei Zeitschienen (1976, 1967) erzählt wir
 
Da mir der Schreibstil nicht gefallen hat war die Lektüre für mich im Ganzen etwas zäh. Zwischendurch gab es Lichtblicke, Humor kam zum Vorschein und dann wieder Langeweile. 
 
Wer gesellschaftskritische Lektüren mag wird auch dieses Buch mögen. Ich war enttäuscht weil ich etwas anderes erwartet hatte.



Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 
 
Bei der Buchbesprechung handelt es sich um meine persönliche Meinung, die in keiner Weise beeinflusst wurde